Anais Goutier

Anais Goutier

Wer nicht wagt, gewinnt nicht. Doch manchmal ist der Preis anders, als gedacht.

Odice ist schön, erfolgreich im Beruf aber sie hat kein Glück mit Männern. Ihre Beziehungen halten nicht einmal ein Jahr. Ihr schwuler Freund glaubt, dass sie vermutlich einfach zu dominant sei und lernen müsse, sich hinzugeben. Er hat auch gleich eine Adresse zur Hand, wo sie das lernen könnte: Im Hause der Brüder Lautréamont. »Die bringen Frauen wie dir Gehorsam bei.« Odice ist entsetzt, wer schlüpft denn schon freiwillig in die Rolle einer Liebessklavin? Doch der Gedanke verfolgt sie und schließlich lässt sie sich auf das Abenteuer ihres Lebens ein.

Das hat mir besonders gefallen:

Der Kontrast zwischen den Brüdern. Sie tun das Gleiche, bei dem einem jedoch ist es sadistisch und beim anderen feinfühlig.

Diese Gefühle hat das Buch in mir geweckt:

Mit diesem Buch habe ich unbekanntes Terrain betreten und so war ich stets gespannt, welche Dinge die Brüder sich noch einfallen lassen würden, um ihre Lust zu steigern. Dabei folgten meine Gefühle der Achterbahn, die Odice’ Gefühle im herrschaftlichen Anwesen der Brüder zurücklegen.

Das kann ich zum Schreibstil sagen:

Leicht abgehoben mit vielen Begriffen aus Mode und Kunst, mit denen ich nicht wirklich etwas anfangen konnte. So konnte ich zu keinem Zeitpunkt vergessen, dass Julien und Odice zur kunstbegeisterten französischen Oberschicht gehören und sich gegenseitig mit ihrer Weltgewandtheit zu beeindrucken versuchen.

Titel:

»Odice – Schule der Hingabe«

Autor:

Anais Goutier

Seitenanzahl:

274 Seiten

Erzählperspektive:

Dritte Person, Vergangenheit

Stimmung im Buch:

erotisch, sinnlich, sehnsüchtig

Charaktere:

Odice

eine erfolgreiche Pariser Galeristin

Julien

ein berühmter Fotograph

Eric

ein knallharter Geschäftsmann

Meine Lieblingscharaktere:

Julius, weil er so aufmerksam und feinfühlig ist.

Odice, weil sie so mutig ist und sich wirklich ganz auf das unbekannte Abenteuer einlässt.

Kindle-Preis bei Amazon:

3,99 Euro

Zitat aus dem Buch:

»Was um alles in der Welt hat dich hierher geführt, Odice Aneau? Du gehörst nicht hierher«, sagte er mit einem verzagten, fast verzweifelten Unterton und seine geflüsterten Worte klangen in ihren Ohren wie ihr eigenes Gewissen.

Meine Bewertung: