Anne Gracie

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»Merridew 1 - Spiel zweier Herzen« von Anne Gracie

Titel:

»Spiel zweier Herzen«

Autor:

Anne Gracie

Seitenanzahl:

517 Seiten

Erzählperspektive:

Dritte Person, Vergangenheit

Stimmung im Buch:

voller Charme, Situationskomik und Wortwitz

Charaktere:

Prudence

das hässliche Entlein unter den Merridew-Schwestern

Lord Carradice

ein berüchtigter Frauenheld

Meine Lieblingscharaktere:

Carradice, der mit seinen Worten so herrlich kämpfen kann.

Das hat mir besonders gefallen:

Die sprachliche Gewandtheit von Carradice, dazu die Tatsache, dass sowohl Carradice als auch Prudences Onkel ihre Verachtung für Ottebury ohne Absprache durch Verdrehung seines Namens zum Ausdruck bringen. Ich könnte mich wegschmeißen!

Diese Gefühle hat das Buch in mir geweckt:

Rührung und Schadenfreude

Das kann ich zum Schreibstil sagen:

Köstlich! Ich habe seitenlang vor mich hinkichern müssen.

Meine Bewertung:

Bitte seien Sie mein Verlobter!

Prudence will ihre Schwestern aus den Fängen ihres Großvaters retten, der seine Enkelinnen für gewöhnlich mit der Peitsche verprügelt. Mit einem gefälschten Brief im Namen ihres Großvaters gelingt den fünf Schwestern die Flucht.
Aber dann muss Prudence innerhalb kürzester Zeit einen Verlobten aufweisen können, sonst müssen sie und ihre Schwestern zurück zum Großvater.
Erneut nimmt sie Zuflucht zu einer Lüge. Ein zurückgezogen lebender unverheirateter Duke, der London nie aufsucht, eignet sich gewiss hervorragend für ihren Schwindel, oder? Dummerweise hat der Duke die Einsamkeit Schottlands verlassen und weilt gerade in London. Wie soll sie dem Unbekannten nur klar machen, dass sie anscheinend mit ihm verlobt ist, bevor ihr ganzer Schwindel auffliegt und sie und ihre Schwestern erneut der Grausamkeit ihres Großvaters ausgeliefert werden?

Zitat aus dem Buch:

Sie starrte Prudence bestürzt an und reichte ihr das Stück Zeitung.
„Der Duke of Dinstable ist in der Stadt? Er hat sich seit mehr als zehn Jahren hier nicht blicken lassen!“ Prudence blickte ungläubig auf das Papier und knautschte es langsam in ihrer Hand. „Wie furchtbar! Er war doch jahrelang glücklich und zufrieden in der Wildnis Schottlands! Warum ist er jetzt in die Stadt gekommen?“
Sie dachte eine kleine Weile nach und fügte dann mit einem Stöhnen hinzu: „Und was wird er wohl denken, wenn Großonkel Oswald kommt und ihn zu einer Hochzeit mit mir zwingen will?“
Sie schwiegen entsetzt.
„Was willst du tun, Prue?“
Prudence betrachtete das Problem von allen Seiten. „Egal, wie ich es drehe und wende, ich sehe keine Alternative.“
Charity nickte. „Ich weiß. Oje, oje!“ Tränen begannen über ihre zarten Wangen zu rinnen.
Hope begann ebenfalls zu schluchzen. „Jetzt wird er uns zu Großvater zurückschicken. Oh Prue, es tut mir so leid, dass ich etwas gesagt habe. Ich habe einfach nicht nachgedacht.“ Sie schniefte und tastete blindlings nach ihrem Taschentuch.
Prudence setzte sich aufrecht hin und betrachtete ihre Schwestern verwundert. „Was redet ihr da? Wir gehen nicht zurück nach Dereham Court.“
Charity blinzelte unter Tränen. „Aber wenn du Großonkel Oswald alles gestehst, wird er …“
„Großonkel Oswald alles gestehen?“, rief Prudence. „Ich habe nicht die geringste Absicht, Großonkel Oswald irgendetwas zu gestehen.“
„Aber was sonst kannst du tun?“
„Ich werde mit dem Duke of Dinstable sprechen, natürlich. Es gibt keine andere Lösung.“
Nach einer erstaunten Pause fanden ihre Schwestern schließlich ihre Sprache wieder. „Aber wo … wie willst du ihn treffen? Und wann? Großonkel Oswald hat vor, ihn morgen früh aufzusuchen!“
Prudence lächelte grimmig. „Nun, dann wird Prudence Merridew eben noch etwas früher vorsprechen müssen, nicht wahr?“

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»Merridew 2 - Das verlorene Herz der Lady« von Anne Gracie

Titel:

»Das verlorene Herz der Lady«

Autor:

Anne Gracie

Seitenanzahl:

453 Seiten

Erzählperspektive:

Dritte Person, Vergangenheit

Stimmung im Buch:

rührend

Charaktere:

Hope Merridew

die lebenslustige junge Lady

Ellenor

die vertrocknete Jungfer im grauen Kleid

Sebastian

ein reicher Mann

Giles

Sebastians Freund aus Kindertagen

Meine Lieblingscharaktere:

Carradice, der mit seinen Worten so herrlich kämpfen kann.

Das hat mir besonders gefallen:

Die sprachliche Gewandtheit von Carradice, dazu die Tatsache, dass sowohl Carradice als auch Prudences Onkel ihre Verachtung für Ottebury ohne Absprache durch Verdrehung seines Namens zum Ausdruck bringen. Ich könnte mich wegschmeißen!

Diese Gefühle hat das Buch in mir geweckt:

Rührung und Schadenfreude

Das kann ich zum Schreibstil sagen:

Köstlich! Ich habe seitenlang vor mich hinkichern müssen.

Meine Bewertung:

Bitte seien Sie mein Verlobter!

Sebastian hat seine verschwundenen Schwestern endlich wiedergefunden. Doch sie haben offensichtlich Schreckliches erlebt und lassen niemanden an sich heran. Bereits sieben Gouvernanten sind schon wieder gegangen. Sebastian sieht nur eine Lösung: Er muss heiraten und seinen kleinen Schwestern wieder eine Mutter geben. Sorgfältig legt er die Kriterien fest, die seine zukünftige Gattin erfüllen muss und seine Wahl fällt auf Lady Elinor, eine alte Jungfer, die sich in einem Weisenheim arrangiert. Für die Brautwerbung muss er sich in die gehobene Gesellschaft begeben und dort begegnet er der jungen Hope, die ihn auf Anhieb verzaubert. Nicht, dass ihn das von seiner beschlossenen Brautwerbung abhalten könnte. Schließlich geht es bei der Hochzeit nicht um ihn sondern um das Wohl seiner jungen, verstörten Schwestern und Miss Hope ist viel zu jung, um solch einer verantwortungsvollen Aufgabe gerecht werden zu können. Oder doch nicht?

Zitat aus dem Buch:

Außerdem hat dein Plan noch ein weiteres Riesenloch: Lady Elinore mag dich nicht.
Giles war gekränkt. „Mag mich nicht? Mich? Was für ein Unsinn! Natürlich mag sie mich. Alle Welt mag mich.“
Sebastian grinste. „Schon, aber sie ist eine Frau, die ihre eigenen Wege geht. Ich meine, mich zu erinnern, dass sie einmal mit dir getanzt hat – mit dir! Und wie du selbst erzählt hast, hat sie keinen Zweifel daran aufkommen lassen, dass sie dich abstoßend fand. Und später hat sie dich nicht einmal wiedererkannt – dich!“
Giles winkte ab. „Pah! Sie hat mich erkannt. Das war doch nur weibliche List!“
„Sah mir aber gar nicht danach aus. Sie scheint nicht der Typ Frau zu sein, der zu weiblichen Listen greift. Das wäre nicht rational.“
Abfällig schnaubte Giles und erklärte finster: „Glaub mir, Bastian, alle weiblichen Wesen wenden weibliche Listen an. Von dem dreijährigen Mädchen bis zu hundertjährigen Nonnen, höre auf meine Worte.“
„Hat dir mehrmals, soweit ich weiß, einen Rüffel erteilt“, erinnerte ihn Sebastian. „Auch neulich schien sie nicht allzu glücklich über deine Bemerkungen im Waisenhaus. Ist dir bestimmt dreimal praktisch ins Gesicht gesprungen.“
„Unsinn! So ein zierliches Geschöpf könnte ohnehin kaum Schaden anrichten“, tat Giles den Hinweis ab.
„Mangelndes Selbstbewusstsein kann man dir jedenfalls nicht vorwerfen“, murmelte Sebastian.
Giles verkündete hochnäsig. „Du kannst gerne spotten, aber Eifersucht ist das Kennzeichen der Kleingeister, Reyne. Bemertons siegen – das ist das Familienmotto. Du magst keine ernsthaften Rivalen im Geschäftsleben haben, ich hingegen bin unübertroffen in Herzensangelegenheiten. Und ich – ich verstehe Frauen.“
Sebastian wölbte seine Augenbrauen. „Berühmte letzte Worte.“
„Pah! Ungläubiger Thomas! Jetzt geh und versuch, Miss Hope mit deinem zweifelhaften Charme zu erobern. Lady Elinore kannst du getrost mir überlassen!“

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»Merridew 3 - Der verbotene Kuss des Lords« von Anne Gracie

Titel:

»Der verbotene Kuss des Lords«

Autor:

Anne Gracie

Seitenanzahl:

382 Seiten

Erzählperspektive:

Dritte Person, Vergangenheit

Stimmung im Buch:

mit einem humorvollen zwinkern

Charaktere:

Gracie Merridew

die lebenslustige junge Lady

Lord D’Acre

Erbe von Wolfestone

Sir John

Vater der Braut

Meine Lieblingscharaktere:

Lord D’Acre, der so herrlich unverschämt ist.

Das hat mir besonders gefallen:

Wie der Lord immer wieder versucht, Gracie zu verunsichern, dazu gefiel mir der Gewissenskonflikt, in dem sie steckt und natürlich die Szene, als Onkel Oswald die Kirche stürmt. 🙂

Diese Gefühle hat das Buch in mir geweckt:

Ich habe so gehofft, dass es ein Happy End für Gracie und den Lord gibt, trotz der aussichtslosen Lage.

Das kann ich zum Schreibstil sagen:

Köstlich! Ich musste immer wieder über die Bemerkungen des Lords schmunzeln.

Meine Bewertung:

Kuss oder Pyramide?

Eigentlich wollte Gracie immer nach Ägypten reisen und den Mond über den Pyramiden sehen, aber nun eilt sie ihrer Freundin zur Hilfe, die einen langbestehenden Ehevertrag erfüllen muss und das, obwohl der Lord erklärt hat, dass er die Ehe niemals vollziehen will. Er muss sie nur heiraten, um sein Erbe antreten zu können. Eine Zwangsheirat, die Gracies Freundin nur ins Unglück stürzen kann. Und sie selbst ebenfalls, denn sie empfindet bald mehr für den heiratsunwilligen Lord, als ihr lieb ist.

Zitat aus dem Buch:

Sie wartete darauf, dass er sich entschuldigte. Stattdessen zog er eine Taschenuhr aus der Hosentasche und klappte den Deckel auf. „Sie haben zehn Minuten Zeit. Ich warte draußen, während Sie sich umziehen.“
Sie stampfte gereizt mit dem Fuß auf. „Haben Sie mir nicht zugehört? Sir John ist …“
„Bestens versorgt durch den Arzt. Und niemand stirbt daran, wenn er keinen Tee bekommt. Neun Minuten“, fügte er seelenruhig hinzu und ging zur Tür. „Wenn Sie bei meiner Rückkehr keine trockenen Sachen anhaben, Miss Greystoke, werde ich Ihnen dieses hässliche graue Kleid vom Leib reißen und alles, was Sie darunter anhaben. Dann werde ich Sie abtrocknen – gründlich. Danach – irgendwann – werde ich Ihnen mit Freuden diese bezaubernde weiße Spitzenwäsche anziehen und Sie zum Schluss, zu meinem größten Bedauern, wieder in ein neuerliches hässliches graues Kleid hüllen.“
„Das würden Sie nicht wagen!“ Seine Worte hatten schockierend klare Bilder in ihr heraufbeschworen – Bilder von großen braunen Händen, die weiße Spitze über ihre nackte Haut streiften … Sie erschauerte.
Er drehte sich noch einmal um und warf ihr einen funkelnden Blick zu. „O doch, Miss Sommersprosse, und da ich nicht das geringste Schamgefühl besitze, wird es mir sogar ausgesprochen Spaß machen.“ Er betrachtete sie von Kopf bis Fuß. „Sommersprossen wie Ihre habe ich noch nie gesehen, und ich muss ständig darüber nachdenken, ob Sie am ganzen Körper welche haben. Oder auch nicht. Und falls nicht – wo haben Sie keine?“
Grace schlug unwillkürlich die Hände vor die Brust.
Sein Blick folgte dieser Bewegung. „Dort, meinen Sie?“ Er sah anzüglich auf ihre Taille. „Oder weiter unten? An Ihren Waden jedenfalls nicht, soviel weiß ich bereits.“ Er schmunzelte durchtrieben. „Nun, wir werden ja sehen.“

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»Eine Frühlingsbraut für den Vagabunden« von Anne Gracie

Titel:

»Eine Frühlingsbraut für den Vagabunden«

Autor:

Anne Gracie

Seitenanzahl:

364 Seiten

Erzählperspektive:

Dritte Person, Vergangenheit

Stimmung im Buch:

tiefsinnig

Charaktere:

Jane

die aufgrund ihrer Schönheit schon Schweres durchgemacht hat

Zach

der unter Mordverdacht steht

Meine Lieblingscharaktere:

Jane, mit ihrem weichen Herzen.
Zach, der endlich merkt, was er wirklich will.

Das hat mir besonders gefallen:

Die Hartnäckigkeit von Zach.

Das kann ich zum Schreibstil sagen:

Angenehm zu lesen

Meine Bewertung:

Lord oder Zigeuner?

Jane ist überzeugt, dass ihre Eltern einen großen Fehler begangen haben, als sie durchgebrannt sind. Nur deshalb sind sie enterbt worden, haben in Armut gelebt und letztendlich gestorben. Kein Wunder, dass sie bereit ist, einen Lord zu heiraten, der schöne Gegenstände sammelt und sie als Schmuckstück zu seiner Sammlung hinzufügen möchte. Wäre da bloß nicht dieser Zigeuner, der ganz andere Gefühle in ihr hervorruft. Doch sie ist wild entschlossen, nicht denselben Fehler zu begehen, der ihren Eltern das Leben gekostet hat.

Zitat aus dem Buch:

Zach packte die beiden nächstbesten Halunken beim Kragen und rammte sie fest gegen die Mauer. Sie sanken stöhnend in sich zusammen. Die verbleibenden drei Schurken wirbelten herum und musterten ihn argwöhnisch. Sie beäugten seine raue Kleidung. „Hau ab, Zigeuner. Sie gehört uns.“
Statt einer Antwort baute Zach sich bedrohlich zwischen dem Mädchen und den jungen Schlägern auf.
Einer von ihnen zückte ein Messer. „Du bist nich’ von hier. Du weißt nich’, mit wem du’s zu tun hast.“
Mit einer geschmeidigen Bewegung trat Zach ihm die Waffe aus der Hand. Sie fiel klappernd auf die Pflastersteine. „Betrachte uns als einander vorgestellt.“
„Besser, du mischst dich nich’ ein, wenn du vorhast, lang’ zu leben“, sagte ein anderer, klang aber plötzlich gar nicht mehr so von sich überzeugt.
Zach bedachte ihn mit einem kalten Lächeln. „Versuch macht klug.“
„Hinter Ihnen“, warnte das Mädchen. Zach stieß einen Ellbogen in die Kehle des Kerls, der sich nach dem Mauerwurf wieder aufgerappelt hatte und nun versuchte, von hinten an ihn heranzukommen. Der Junge torkelte hustend und würgend zurück.
„Dem Nächsten, der mich oder die junge Dame angreift, breche ich das Genick“, erklärte Zach ruhig.
Die drei unverletzten Halunken wechselten Blicke und wichen dann zurück. Einer hob abwehrend die Hände. „Wir woll’n kein’ Ärger nich’, Mister.“
„Dann verschwindet von hier – und nehmt diesen Müll mit.“ Zach deutete mit dem Kopf auf die beiden anderen Kerle. Der eine kroch benommen auf dem schmutzigen Pflaster, der zweite umklammerte immer noch keuchend seinen Hals.
Hastig sammelten die drei ihre Kumpane auf und machten sich durch die finstere Gasse davon.
Zach wartete, bis sie nicht mehr zu sehen waren, bevor er sich zu der jungen Frau umdrehte. „Sind Sie in Ord…“ Die Worte erstarben ihm auf den Lippen. Der Lärm der Stadt verstummte. Er stand einfach nur da, ohne zu wissen oder sich darum zu scheren, wo er war, und versank in einem Paar großer blauer Augen, so blau wie der Himmel an einem griechischen Sommertag …

Diese Gefühle hat das Buch in mir geweckt:

Keine übermäßigen.

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