Jutie Getzler

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Traumhafte Wirklichkeit« von Jutie Getzler

Titel:

»Traumhafte Wirklichkeit«

Autor:

Jutie Getzler

Seitenanzahl:

434 Seiten

Erzählperspektive:

Ich-Perspektive, Gegenwart

Stimmung im Buch:

Spannend, schon allein aufgrund des hoffnungslosen Unterfangens wegen, einen Schauspieler in Los Angeles treffen zu wollen, von dem sie nicht weiß, wo er wohnt oder wo er seine Serie dreht.

Charaktere:

Clara

eine Frau aus Deutschland

Tom

ein unglaublich attraktiver Schauspieler in einer Serie

Meine Lieblingscharaktere:

Clara, die den Mut hat, ihren Gefühlen auf den Grund zu gehen.

Das hat mir besonders gefallen:

Die Botschaft, dass dir genau die Begegnungen geschenkt werden, die du brauchst.

Diese Gefühle hat das Buch in mir geweckt:

Das Buch traumhafte Wirklichkeit macht seinem Namen alle Ehre, denn du fragst dich als Leser die ganze Zeit, ist das Traum oder Wirklichkeit? Beides könnte möglich sein und ich weiß nicht, welcher Variante ich den Vorrang geben sollte.

Das kann ich zum Schreibstil sagen:

Angenehm zu lesen, mit »Teufelchen« und »Engelchen« dagegen konnte ich allerdings nicht viel anfangen. Hier wäre es für mich stimmiger gewesen, wenn die Autorin die inneren Stimmen durchgängig mit »schlechtes Gewissen« und »unvernünftige Hoffnung« betitelt hätte. Davon abgesehen fand ich die inneren Monologe zu lang und zu wiederholend. Gerne nur die Hälfte davon 🙂

Meine Bewertung:

Was ist besser – Traum oder Wirklichkeit?

Stell dir vor, du verliebst dich in einen Fernsehstar. Ein wahnsinnig gutaussehender Schauspieler, der zu allem Überfluss auch noch verheiratet ist. Natürlich schimpfst du dich deiner unvernünftigen Gefühle, aber es wird immer schlimmer und am Ende beschließt du, nach Amerika zu fliegen, um diesen Schauspieler wenigstens ein einziges Mal zu sehen und mit ihm zu sprechen. Diese Begegnung, so hoffst du, wird dich von deinen irrsinnigen Gefühlen heilen. Aber vielleicht, ganz vielleicht, erwidert er ja auch deine Gefühle und es wird mehr daraus. Wer weiß?

Zitat aus dem Buch:

Wie im Zeitraffer kommt einer der Taxifahrer auf mich zu und erkundigt sich freundlich, ob er mich fahren darf. Wenn der wüsste, was ihn erwartet, hätte er es nicht getan. Trotz dieses zwiespältigen Gedankens nicke ich ihm freundlich zu, mit dem Gefühl als hätte jemand einen Klumpen Watte in meinen Kopf gestopft.
„Wohin soll’s denn gehen, Miss“, fragt er, nachdem er mein Gepäck verstaut und mich hat einsteigen lassen. Mein Herz trommelt gegen meine Brust. Er stellt genau die Frage, vor der ich mich seit Wochen fürchte und die ich mir seit Monaten stelle. Verdammt, ich weiß es doch selbst nicht. Nicht einmal ansatzweise weiß ich es.
Nervös wickle ich ein und dieselbe Haarsträhne um meinen Finger, immer und immer wieder, während mir abwechselnd heiß und kalt wird.
Du musst es tun, egal, was er über dich denken wird. Vermutlich siehst du ihn nie wieder in deinem Leben. Wer spricht da in meinem Kopf? Egal, wer auch immer versucht mir diese grandiose Wahrheit einzutrichtern, er oder sie hat recht. Ich brauche eine Weile, um überhaupt antworten zu können.
„Ähm, ehrlich gesagt möchte ich genau dorthin, wo die – die …“ Meine Stimme bricht ab. Mit einem Mal kommt mir die ganze Angelegenheit unsagbar kindisch vor. Albern und hochgradig unreif. Wie kann man nur seinem Lieblingsstar hinterherreisen, und das mit zweiundzwanzig Jahren? Ist so etwas nicht eher das Hobby vierzehnjähriger Teenies? Andererseits ist mir klar, wenn ich in diesen zehn Tagen in Los Angeles irgendetwas erreichen will, muss ich es aussprechen. Hier und jetzt. Ganz egal, wie peinlich mir das gerade sein mag.
„Dorthin, wo sich die Schauspieler der Fernsehserie Center Boy aufhalten, bitte“, sage ich hastig und atme tief ein.
Der Taxifahrer fixiert mich eine Zeitlang mit verwunderter Miene im Rückspiegel, grinst dann aber auf einmal von einem Ohr zum andern. „Ähm ja, das ist eine Serie, die hier irgendwo produziert wird, wissen Sie?“, füge ich bemüht lässig und mit einer weitschweifenden Geste hinzu, wage dabei allerdings kaum hochzusehen. Bestimmt bin ich knallrot. Jedenfalls fühlt es sich so an. Ich fahre mir kurz durchs Gesicht, meine heißen Wangen bestärken meine Vermutung.
Er dreht sich noch immer grinsend zu mir herum und nickt, als hätte er dasselbe schon tausend Mal gehört.

Das Buch bei Amazon:

Hier findet ihr die Autorin im Netz.

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