Laura Gambrinus

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»Ein unersättlicher Lord« von Laura Gambrinus

Titel:

»Ein unersättlicher Lord«

Autor:

Laura Gambrinus

Genre:

Historisch

Seitenanzahl:

304 Seiten

Erzählperspektive:

Dritte Person, Vergangenheit

Stimmung im Buch:

intelligent, scharfsinnig und humorvoll

Charaktere:

Heather Knightley

die eigensinnige Tochter aus gutem Hause

Gideon Heart

der Lebemann mit dem schlechten Ruf

Meine Lieblingscharaktere:

Gideon, der Schurke, dem Ehrenhaftigkeit dennoch so viel bedeutet

Das hat mir besonders gefallen:

Die hektische Anfangsszene, über die ich minutenlang kichern musste.

Diese Gefühle hat das Buch in mir geweckt:

Seitenweise Entzücken über die köstlichen Dialoge. Auf jeden Fall ein Buch, das man öfter lesen muss, um wirklich all die verstecken Spitzen herauszufinden. Ein glitzernd und funkelnder Diamant, der einfach Freude macht.

Das kann ich zum Schreibstil sagen:

Die Geschichte beginnt mit einem Paukenschlag und zog mich sofort in ihren Bann. Schon allein bei der Anfangsszene roch ich den Duft der Zitronen und spürte die Hektik, das staubige Dunkel der Nacht – wow, ich war mitten drin. 🙂

Meine Bewertung:

Recherche mit Fallstrick

Heather schreibt heimlich Liebesromane und das erfolgreich. Als sie von ihrem Verleger den Auftrag bekommt, ihren Bösewicht, der sich bei den Leserinnen größter Beliebtheit erfreut, zum Helden des nächsten Buches zu machen, muss sie jedoch passen. Woher soll sie wissen, wie ein Lebemann Frauen verführt? Da hilft nur Privatunterricht bei dem “unersättlichen Lord” persönlich. Dumm nur, dass die Demonstration seiner Verführungsstrategien selbst bei ihr Wirkung zeigt.

Zitat aus dem Buch:

London, im Mai 1821
Liebste Freundin,
Dieser Brief fällt mir schwer wie kaum etwas in meinem Leben. Das schlechte Gewissen quält mich wegen der Entwicklung, die Gideons Leben genommen hat, und ich bin mir meiner Verantwortung – und Schuld – mit jedem Atemzug bewusst.
Er ist ein wundervoller Mensch, der leider nicht auf sich selbst vertraut und dazu neigt, auf allen Hochzeiten zu tanzen – außer seiner eigenen, denn er glaubt nicht mehr an die Macht der Liebe. Als jenes … Unglück damals geschah, hat er diesen Glauben verloren und bisher keine Frau getroffen, mit der er ihn wiederfinden konnte.
Nach außen hin gibt er den Lebemann, den unwiderstehlichen Verführer, doch sein zügelloser Lebenswandel und Hang zu Skandalen werden ihn noch in den Ruin treiben, wie ich befürchte, und das meine ich nicht unbedingt in finanzieller Hinsicht.
Er sucht die Zerstreuung, ob am Kartentisch, beim Pferderennen oder im Bett irgendeiner namenlosen Frau, von denen eine jede zur Gänze austauschbar ist. Er fürchtet die Momente, in denen man innehält und sich besinnt.
Ich möchte verhindern, dass er eines Tages an seiner inneren Leere zerbricht, daher habe ich beschlossen, in aller Stille einzugreifen. Ich hoffe, dass mein Plan gelingen wird, und werde mein Bestes geben, doch ich bedarf dabei Deiner Mithilfe.
Kann ich auf Dich zählen?
In aufrichtiger Freundschaft
Die Nachtigall

Das Buch bei Amazon:

Hier findet ihr die Autorin im Netz.

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»Eine Lady in der Fremde« von Laura Gambrinus

Titel:

»Eine Lady in der Fremde«

Autor:

Laura Gambrinus

Genre:

Historisch

Seitenanzahl:

343 Seiten

Erzählperspektive:

Dritte Person, Vergangenheit

Stimmung im Buch:

geheimnisvoll

Charaktere:

Cassandra

die sitzengelassene Verlobte

Marmaduke

der übergewichtige reiche Kaufmann

Meine Lieblingscharaktere:

Marmaduke, der mehr Herz hat, als er zeigen mag.

Das hat mir besonders gefallen:

Dass Cassandra dem zurückhaltenden Marmaduke Feuer unterm Hintern macht.

Diese Gefühle hat das Buch in mir geweckt:

Neugier, welchen geheimnisvollen Geschäften der reiche Kaufmann denn nun nachgeht.

Das kann ich zum Schreibstil sagen:

Ein gut geschriebenes Buch, an dem es nichts zu beanstanden gibt.

Meine Bewertung:

Verschmäht!

Cassandra wartet auf den längst überfälligen Heiratsantrag des attraktiven Nathan Ironside, doch der macht sich im letzten Moment aus dem Staub. Sie weiß nicht, was sie geritten hat, noch am selben Tag den übergewichtigen Gast ihres Vaters zu fragen, ob er sie stattdessen heiraten wird. Zu ihrem Erstaunen willigt der Fremde ein, obwohl er offensichtlich keinerlei Interesse an ihr hegt. Eine fortwährende Kränkung ihrer weiblichen Reize, die sie so nicht hinnehmen kann.

Zitat aus dem Buch:

»Es lag mir fern, Ihre besondere Situation zu verspotten.«
Miss Halcroft hatte inzwischen die Fenstertür erreicht und blieb stehen. Sie stützte ihre Hände gegen den Holzrahmen, hob das Gesicht ins Mondlicht und sah hinaus. Der silbrige Schimmer schmeichelte ihren Zügen und gab ihnen etwas Verträumtes.
»Meine besondere Situation …« Sie lehnte sich etwas weiter vor. »Das haben Sie zweifellos elegant umschrieben.«
Als Lakeland sicher war, dass sie weiter nichts mehr sagen würde, entschied er, sich nun endgültig zurückzuziehen. In dem Augenblick, in dem er seinen Entschluss in die Tat umsetzen wollte, hörte er ihre leise, beinahe zaghafte Stimme.
»Würden Sie mich denn an seiner Statt heiraten?«
Er erstarrte mitten in der Bewegung und machte dann einen schockierten Schritt auf sie zu.
Zweifellos hatte er sich verhört, denn Miss Halcroft stand noch immer so da wie zuvor, als hätte sie diese Frage niemals gestellt.
Und dennoch: Seine bis dahin weitestgehend ruhig dahinfließenden Gedanken hielten schockiert in ihrem Lauf inne, überschlugen sich dann und galoppierten anschließend in wilder Jagd davon. Sein Herz hielt mit ihnen Schritt.
Marmaduke Lakeland spürte, wie Fassungslosigkeit ihn lähmte. Hätte er unversehens in den auf ihn gerichteten Lauf einer Pistole geblickt, er hätte kaum erschrockener sein können.
Nein, dachte er, falsch. Das hätte ihn weit weniger aufgeregt als diese unerwartete, schockierende Frage.
Er öffnete den Mund und schloss ihn wieder. Was sollte er darauf antworten?
»Ich erwarte keine Liebe«, sprach sie weiter, ohne den Blick vom Mond draußen am dunklen Nachthimmel abzuwenden. »Nicht einmal Zuneigung würde ich erbitten. Nur Toleranz und Höflichkeit. Ein wenig Respekt vielleicht noch. Mehr nicht.«
Heiraten? Dieses Thema existierte für ihn nicht, und das hatte nichts mit einer konkreten Person zu tun, schon gar nicht mit Miss Cassandra Halcroft. Seine erste Ehe war kurz, enttäuschend und kinderlos gewesen. Er brauchte keine Frau.
Schon gar nicht in seiner derzeitigen persönlichen Situation.
Nie wieder.
»Miss Halcroft«, setzte er an, da er spürte, dass er dringend etwas erwidern musste, doch in diesem Moment drehte sie sich zu ihm herum, sah ihn an und fiel ihm ins Wort.
»Das habe ich mir gedacht.« Sie nickte. »Nicht einmal Sie könnten es auch nur entfernt in Erwägung ziehen, eine Frau wie mich zu ehelichen.« Ehe er ihr widersprechen konnte, senkte sie den Kopf, setzte sich in Bewegung und strebte auf die Tür zu. »Nun – ich kann Sie verstehen. Bitte vergessen Sie meine unverzeihliche Dummheit umgehend wieder. Guten Abend, Mister Lakeland.«

Das Buch bei Amazon:

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»Das Waisenmädchen und der Lord« von Laura Gambrinus

Titel:

»Das Waisenmädchen und der Lord«

Autor:

Laura Gambrinus

Genre:

Historisch

Seitenanzahl:

346 Seiten

Erzählperspektive:

Dritte Person, Vergangenheit

Stimmung im Buch:

ins Ungewisse verkauft

Charaktere:

Rennison

Marquess of Marlborough

Alice

Waisenmädchen

Meine Lieblingscharaktere:

Alice, die trotz aller Träumerei so realistisch bleibt und für ihre Zukunft sorgt.

Das hat mir besonders gefallen:

Wie der Marquess sich selbst zu belügen versucht.

Diese Gefühle hat das Buch in mir geweckt:

Ungeduldiges Warten, bis Alice endlich zu ihrem Happy End gelangt.

Das kann ich zum Schreibstil sagen:

angenehm zu lesen

Meine Bewertung:

Das Mündel!

Auf dem Sterbebett im Kriegslazarett hat Alices Vater den Marquess of Marlborough gebeten, die Vormundschaft für seine Tochter zu übernehmen. Als Ehrenmann hält Rennison sein Versprechen und holt das Mündel in sein Schloss. Doch anstatt des kleinen Mädchens, das er erwartet hat, steigt eine junge Frau aus der Kutsche und der Marquess sieht sich in die Pflicht genommen, sie zu verheiraten. Dumm nur, dass ihm kein Heiratskandidat gut genug erscheint.

Zitat aus dem Buch:

»Und was genau hat man dir über mich erzählt?«
»Nun ja … man sagt, dass Ihre Reputation nicht die beste sei. Man nennt Sie einen …« Sie senkte etwas verschämt den Kopf.
»Wie nennt man mich?«, bohrte er aus einem ihm selbst unerklärlichen Grunde nach. Er wusste doch längst, was sie ihm darauf antworten würde. Und tatsächlich – es kam.
»Man nennt Sie einen … Wüstling, Mylord.«
Ihre Stimme war erneut zu einem Flüstern gesunken, dennoch meinte er, etwas wie Belustigung daraus zu hören. Er wusste selbst nicht warum, doch er lachte spontan laut los. So als hätte die Unschuld, mit der sie diese Bezeichnung aussprach, ihr die Härte der Verurteilung genommen.
»Und – weißt du auch, was das bedeutet?«, erkundigte er sich, als er wieder zu Atem gekommen war.
Die Frage verleitete sie zu einem verschmitzten Grinsen. Rennison erkannte es deutlich, als sie ihn mit blitzenden Augen ansah.
»Ich weiß, dass ich es nicht wissen sollte, Mylord, aber … Mr. Enfield ließ immer die Londoner Tageszeitungen kommen, und nachdem er sie gelesen hatte, vergaß er meist, sie wegzuräumen. So konnten Mrs. Enfield und ich heimlich darin stöbern. Gesagt hat man mir nur, Sie seien ein Mensch, der vor anderen und besonders Frauen keinen Respekt habe.«
Offenbar hatte sie seine sich verfinsternde Miene trotz des diffusen Kerzenscheins bemerkt und richtig gedeutet, denn sie beugte sich ein wenig vor und hob abwehrend die Hände.
»Oh, Mylord – das ist nicht, was ich von Ihnen denke. Verzeihen Sie mir – ich habe nur nachgeplappert, was ich gehört habe.«
»So. Was denkst du denn von mir?«
Woher seine gänzlich unpassende Neugier kam, konnte er nicht sagen. Vielleicht daher, dass er aufs Höchste überrascht war, einen so wachen und unbefangenen Geist hinter dem dümmlichen Mädchen zu finden, das Alice ihnen in den letzten Tagen vorgespielt hatte. Doch nach ihren Ausführungen begriff er, warum sie gedacht hatte, das tun zu müssen.
Ein schwaches Lächeln huschte über Alice’ Gesicht. »Ich glaube, dass Sie ein sehr freundlicher Mensch sein können und ein großes Herz haben. Sonst hätten Sie der Bitte meines Vaters nicht Folge geleistet.«
»Das hat nichts mit Freundlichkeit oder Herz zu tun«, wies er sie zurecht – von ihrem schmeichelhaften Urteil merkwürdig berührt. »Das war eine Frage von Ehre und Anstand und somit unumgänglich.«
Sie schwieg einen Moment und sah ihn unverwandt an. Rennisons Unbehagen verstärkte sich – er ahnte, was nun kommen würde.

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