Peter Hohmann

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»Ishkor« von Peter Hohmann

Titel:

»Ishkor«

Autor:

Peter Hohmann

Genre:

Magie

Seitenanzahl:

629 Seiten

Erzählperspektive:

Ich-Perspektive, Vergangenheit

Stimmung im Buch:

abenteuerlich, blutig

Charaktere:

Mona Johannson

Geschichtsstudentin

Korvas Weißwolf

antiker Krieger

Meine Lieblingscharaktere:

Neben Korvas gefällt mir auch Pargon sehr. Er ist ein toller Schwertkämpfer, der selbst Korvas Achtung abringt, und dessen Schicksal mit seinem Zwillingsbruder seltsam anrührt. Ich weiß gar nicht, wer mir mehr leidtun soll Pargon selbst oder sein geistesverwirrter Bruder.

Das hat mir besonders gefallen:

Die Dialoge zwischen Mona und Korvas, in denen Neuzeit und Altertum aufeinandertreffen und sich gegenseitig verhöhnen, sind einfach nur köstlich.

Diese Gefühle hat das Buch in mir geweckt:

Die Reise der Gefährten ist blutig, voller Gefahren und oft genug mehr als aussichtslos. Ich habe mich so manches Mal gefragt, wie es jetzt noch weitergehen soll, aber der Autor hat immer wieder einen Weg gefunden, wie er seine Protas doch noch retten kann 🙂

Das kann ich zum Schreibstil sagen:

Wer »Herr der Ringe« noch einmal erleben will, nur in einer anderen Welt und mit anderen Personen, ist mit diesem Buch gut bedient. Der Leser wird Zeuge, wie aus einer zierlichen jungen Frau eine Kämpferin wird, die sich niemand und nichts mehr verpflichtet fühlt, als ihrem eigenen Herzen. Das Buch zeichnet sich durch sehr lebendig beschriebene Kampfszenen aus, die sofort das Kopfkino anlaufen lassen.

Meine Bewertung:

Die Stimme in meinem Kopf

Mona ist besessen von der Idee, das Geheimnis um Harald Undin in ihrer Bachelorarbeit zu klären. Er wurde in einem Hexenprozess hingerichtet, jedoch anders, als damals üblich. Auf der Suche nach Spuren dieses faszinierenden Mannes landet sie in einer antiken Welt und plötzlich findet sich die Stimme eines fremden Mannes in ihrem Kopf. Sie gerät in den Verdacht, Mörderin eben jenes Mannes zu sein und muss fliehen. Schon bald beginnt eine abenteuerliche Reise zur Rettung der mittelalterlichen Welt.

Zitat aus dem Buch:

Rechts befand sich eine Tür, links ein Bett mit ausladendem Stoffhimmel. Ein Klumpen formte sich in ihrem Magen: In dem Bett lag jemand!
Nur weg hier!
Wie kann das sein?
Die Stimme in ihrem Kopf zerschmetterte Monas Fluchtgedanken.
Dort auf dem Bett, das bin ich!
Eine Männerstimme. Und sie klang vollkommen verblüfft.
Mona war nicht minder verblüfft. Nein, Verblüffung kam dem Gefühl nicht einmal nahe, das sich in ihrer Brust ausbreitete und sie lähmte: Es war pures Entsetzen!
„Ich höre Stimmen“, sagte sie zu sich selbst. „Ich … ich werde verrückt.“ Vorhin hatte sie vermutet, sie befände sich in einem anderen Körper. Die Wahrheit war genau andersherum: Ein Fremder befand sich in ihrem Körper!
„Okay, Mona, beruhig dich und denk nach. So etwas kann nicht sein. Du bist bloß etwas angespannt und …“
Jetzt fasle nicht lange herum, Weib, sondern geh zu meiner Schlafstatt!
„Ich, ich … mache jetzt gar nichts …“ Sie schloss die Augen, versuchte, irgendeinen klaren Gedanken zu fassen. Zwecklos. Rasendes Blut in ihren Schläfen, ihre Gedanken chaotisch, als wäre ein mit Konfetti gefüllter Ballon in ihrem Kopf zerplatzt. Sie bekam kaum Luft. Übelkeit stieg ihre Kehle hinauf. Sie öffnete den Mund, ihr Atmen nur noch ein Hecheln. Sie hatte das Gefühl, erdrückt zu werden, zerquetscht und zermalmt von dem Ausmaß ihrer Situation.
Gleichmäßig atmen, zum Henker!
„Geht nicht.“
Tief einatmen, tief ausatmen.
Tatsächlich ebbte die Panik etwas ab, als sie sich auf ihre Atmung konzentrierte. „Was passiert hier?“, sagte sie schließlich. „Ich verstehe nicht …“ Tränen liefen über ihre Wangen. „Ich will zurück!“
Keine Ahnung, was los ist. Aber herumflennen wird nichts ändern. Und jetzt beweg deinen Hintern endlich zu meiner Schlafstatt!
Schniefend wischte Mona mit dem Ärmel über ihr Gesicht und nickte.

Das Buch bei Amazon:

Hier findet ihr den Autor im Netz.

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»Feywind« von Peter Hohmann

Titel:

»Feywind«

Autor:

Peter Hohmann

Genre:

Magie

Seitenanzahl:

368 Seiten

Erzählperspektive:

Dritte Person, Vergangenheit

Stimmung im Buch:

überwinde deine Angst!

Charaktere:

Feywind

ein ängstlicher Magier

Mangdalan

ein kampfwütiger Held

Nalda

Elfe mit Pfeil und Bogen

Meine Lieblingscharaktere:

Mangdalan, der unerschrockene Held, der für diejenigen kämpft, die er liebt.

Das hat mir besonders gefallen:

Wie der hartgesottene Mangdalan Tränen um seinen Freund weint.

Diese Gefühle hat das Buch in mir geweckt:

Furcht um die Helden der Geschichte, die das Unmögliche schaffen müssen, um das Überleben der Menschheit zu sichern.

Das kann ich zum Schreibstil sagen:

Ein Schlachtenepos, in dem mir etwas die Liebesszenen gefehlt haben. Ich stehe nun mal auf Herz, Schmerz und Liebesdrama 🙂

Meine Bewertung:

Helden fürchten den Tod nicht

Feywind hat gerade die Magierschule beendet, da gerät er in die Fänge der Inquisition und wäre wohl umgekommen, wenn er in Mangdalan nicht einen äußerst kampferprobten Hünen an seiner Seite gehabt hätte. Die Flucht gelingt und treibt ihn bald in noch schlimmere Kämpfe. Immer wieder gilt es für ihn, seine Angst zu überwinden und sich auf eine neue Herausforderung einzulassen, denn nicht mehr und nicht weniger liegt in seiner Hand als das Ende der Menschheit.

Zitat aus dem Buch:

Nach Beendigung des Rituals war er sicher, alles richtig gemacht zu haben. Nebel wand sich in den Abgrenzungen des Kreises, rotes Leuchten flackerte hindurch, erweckte den Eindruck, als würde ein kleines Feuer in der Mitte brennen. Ein letztes Knistern und der Nebel verflüchtigte sich.
Im Kreis hockte eine Kreatur, die an einen kleinen Drachen erinnerte. Sie reichte Feywind bis zu den Knien, hatte schwefelfarbene, zähe Haut und eine lange, spitz zulaufende Schnauze. Zwei Zähne ragten aus dem Maul nach unten. Die ledrigen Flügel, an den Rändern etwas zerfranst – fast so, als hätten Mäuse daran genagt –, hatte sie schützend vors Gesicht gehoben.
„Bitte verzeiht mir, Meister!“, jammerte der kleine Drache. „Aber es ist schwierig, jemanden zu finden, der …“
Feywind hatte mit allem gerechnet, jedoch nicht mit einem verängstigten Dämon. Die Wesenheit verharrte einen Moment lang in der kauernden Pose, dann, als nichts geschah, ließ sie langsam die Flügel sinken und öffnete ein argwöhnisches Auge. „Was ist denn jetzt passiert?“, fragte sie und blickte sich misstrauisch um.
Feywind gab sich einen Ruck. „Ich habe dich gerufen!“, verkündete er und hoffte, dass seine Stimme fest und gebieterisch klang.
Der kleine Drache schnüffelte herum und ließ seinen Blick über die Linien des Bannkreises wandern. Verärgert stampfte er einen krallenbewehrten Fuß auf den Boden. „Was willst du von mir?“
„Wie lautet dein Name?“
Der Drache knurrte, dann, als Würden ihm die Worte aus der Kehle gezogen, antwortete er: „Shalamnurtalinak.“
„Ziemlich langer Name. Den kann ich mir sicher nicht merken. Hm …“ Feywind kaute auf seiner Unterlippe. „Shalamnurtalinak … Weißt du was? Ich nenne dich einfach Shnurk.“
Die Hautfarbe des kleinen Dämons bekam einen Rotstich.
Feywind rieb sich die Hände. Dass er den Dämon zwingen konnte, seinen Namen preiszugeben, bedeutete, dass er sich vollständig unter seiner Kontrolle befand. Ein Lächeln umspielte seine Lippen.
„Was gibt’s da zu grinsen?“
„Du erwähntest etwas von einem Meister.“
Shnurk schnaubte. „Ja.“
„Heißt das, ich habe dich durch meine Beschwörung vor einer unangenehmen Konfrontation bewahrt?“
Der kleine Dämon fing an zu beben, schüttelte sich und rollte am Boden herum.
„Antworte!“
Shnurks Farbe intensivierte sich zu einem leuchtenden Rot. „Ja!“, spie er aus, stellte seinen Veitstanz ein und bedachte Feywind mit einem mordlüsternen Blick. Feiner Rauch kräuselte sich aus seinen Nasenlöchern.
„Damit stehst du in meiner Schuld!“
Shnurk antwortete nicht, die Rauchkringel jedoch wurden dicker.
„Stimmt, oder?“, hakte Feywind nach.
„Ja!“, kreischte Shnurk. „Und ja, ich schulde dir jetzt einen Gefallen!“ Er ließ die Flügel hängen, seine Farbe spielte nun ins Grüne. „Zurzeit klappt auch rein gar nichts.“
Fast empfand er Mitleid für den kleinen Dämon. Am liebsten hätte er ihn von seiner Schuld erlöst, aber das wäre unklug: Wer konnte wissen, zu was er noch gut wäre? „Du darfst jetzt in deine Sphäre zurückkehren.“
„Verbindlichsten Dank, großer Meister! Wie zuvorkommend von Euch.“ Ein Blitz, ein lautes Plopp, dann war Shnurk verschwunden.

Das Buch bei Amazon:

Hier findet ihr den Autor im Netz.

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