Karolyn Ciseau

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»Zeitenwanderer 1 - Gefangen« von Karolyn Ciseau

Titel:

»Gefangen«

Autor:

Karolyn Ciseau

Seitenanzahl:

262 Seiten

Erzählperspektive:

Ich-Perspektive, Gegenwart

Stimmung im Buch:

geheimnisvoll, gefährlich

Charaktere:

Alison

eine Zeitreisende aus der Neuzeit

Gregor

Mann aus dem mittelalterlichen Irrland

Meine Lieblingscharaktere:

Gregor, der so unerbittlich dafür kämpft, das prophezeite Unheil abzuwenden.

Das hat mir besonders gefallen:

Das Eintauchen in die frühere Zeit.

Diese Gefühle hat das Buch in mir geweckt:

Ich fand Alison etwas zu leichtgläubig.

Das kann ich zum Schreibstil sagen:

Ciseau schreibt gewohnt flüssig und besticht hier mit tollen Landschaftsbeschreibungen

Meine Bewertung:

Don't touch the time!

Geschichtsstudentin Alison fürchtet sich vor Zeitreisen, dennoch muss sie für ihre Hausarbeit zum ersten Hexenprozess in Irland reisen. Wie dumm für sie, dass sie prompt entdeckt und entführt wird. Gregor ist ein finsterer Mann und er will sie nicht gehen lassen, bevor sie ihm nicht sagt, was an bestimmten prophezeiten Daten passieren wird. Ist sie in die Hände eines Wahnsinnigen geraten oder ist an der Prophezeiung wirklich was dran?

Zitat aus dem Buch:

Ich rufe mich innerlich zur Ordnung und wende mich wieder dem Hexenprozess zu, wegen dem ich schließlich hierher gereist bin. Aber meine Konzentration hält nicht lange an. Immer wieder wandern meine Blicke zu dem Mann neben mir.
»Ihr wisst schon, dass es äußerst unhöflich ist, jemanden so ausgiebig zu mustern?«
Ich schrecke zusammen. Hat er mich angesprochen? Die dunkle, eindringliche Stimme gehört unbestreitbar zu dem Mann neben mir, der mich mit hochgezogenen Augenbrauen ansieht. Mein erster Impuls ist, den Kopf wegzudrehen und einfach starr nach vorne zu schauen. Wenn ich tue, als würde ich ihn nicht sehen, sieht er mich vielleicht auch nicht. Ein kindischer Gedanke. Innerlich winde ich mich unter seinem Blick. Mein Herz schlägt schnell in meiner Brust.
Das ist nicht möglich. Zeitreisen ist wie auf einen Bildschirm zu schauen, auf dem sich das Geschehen abspielt. Ich bin nicht in der Geschichte, nicht wirklich. Mein Körper befindet sich im Metaraum, zwischen den Zeiten, während ich dem Geschehen nur als Beobachter beiwohne.
Aber diese Unmöglichkeit hält ihn nicht davon ab, meinen Oberarm zu packen, so fest, dass mir ein kleiner Aufschrei entweicht. Jetzt habe ich mich verraten, schießt es mir durch den Kopf. Und gleichzeitig ist es, als würde sich etwas zwischen uns entladen. Ein Kribbeln geht durch meinen ganzen Körper, und irgendwas ist anders als zuvor. Ich kann nicht genau sagen, was es ist, aber die Welt um mich herum fühlt sich plötzlich noch viel realer an. Die Farben und Gerüche sind intensiver, das Gemurmel der Menge so eindringlich, als habe jemand einen Schleier von mir genommen.

Das Buch bei Amazon:

Hier findet ihr die Autorin im Netz.

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»Zeitenwanderer 2 - Geblendet« von Karolyn Ciseau

Titel:

»Geblendet«

Autor:

Karolyn Ciseau

Seitenanzahl:

246 Seiten

Erzählperspektive:

Ich-Perspektive, Gegenwart

Stimmung im Buch:

auf der Suche nach dem richtigen Weg

Charaktere:

Alison

die Zeitreisestudentin

Gregor

der Zeitenwanderer

Meine Lieblingscharaktere:

Alison, die sich von ihrem Herzen leiten lässt

Das hat mir besonders gefallen:

Dass Alison nicht aufgegeben hat, den alten Gregor unter der neuen Erscheinung zu finden.

Diese Gefühle hat das Buch in mir geweckt:

Spannung, wie Gregor und Alison aus der verfahrenen Situation wieder herauskommen wollen.

Das kann ich zum Schreibstil sagen:

Angenehm zu lesen.

Meine Bewertung:

Pest und Intrigen

Diesmal endet Alisons Zeitreise am französischen Hof, wo sie zusammen mit Gregor den Zeitreisenden aufhalten muss, der durch sein Eingreifen in die Geschehnisse das Ende der Welt herbeiführen kann. Alison findet zwar schnell eine Spur, doch wie soll sie das Drama aufhalten, wenn sie Maria Stuart, die schottische Königin dadurch zu einem unglücklichen Leben verurteilt?

Zitat aus dem Buch:

Er setzt den Becher ab und tritt geradewegs auf mich zu. Ich brauche einige Sekunden, um zu begreifen, dass er zu dem Bücherregal neben mir will. Nun sind wir ganz dicht beieinander. Ich könnte seinen Atem auf meiner Wange spüren, wäre ich wirklich hier. Er beugt sich an mir vorbei und greift nach einem Buch.
Er kann mich nicht sehen. Enttäuschung greift nach mir, klammert sich eiskalt um mein Herz. Ich fühle einen Kloß im Hals und schließe die Augen, um die aufkommenden Tränen zurückzudrängen. Die Suche nach ihm, die Nächte, die ich mir bei meiner Recherche über das Frankreich des 16. Jahrhunderts um die Ohren geschlagen habe, die Reise hierher – all das war ohne Bedeutung.
Nur vereinzelt dringen Gregors Worte in mein Bewusstsein. Er rezitiert voller Inbrunst von verseufzter Luft und hingegossenen Tränen, vom Bersten des Herzens und den blinden Abenteuern der Liebe. Als er geendet hat, klatschen die Damen in die Hände, versichern ihm, wie hingerissen sie von seinen Worten sind und dass sie gar nicht genug davon bekommen können. Dabei sind es nicht einmal seine eigenen.
Ich halte noch immer die Augen fest aufeinandergepresst, als könnte ich sie so vor der Realität verschließen. Gregors Hand an meinem Armgelenk spüre ich erst, als er mit dem Daumen sanft über meinen Unterarm streift. Ein Kribbeln geht durch meinen Körper, und ich kann fühlen, wie ich von ihm ins 16. Jahrhundert gezogen werde. Er ist mein Anker. Durch ihn werde ich sichtbar, kann Dinge berühren und berührt werden. Warme, graue Augen blicken mich an, als ich meine öffne.
»Hallo.«
Seine Stimme ist leise, zärtlich. In diesem Moment gibt es nur uns beide. Unser letzter Kuss, das Gefühl seiner Lippen auf meinen ist mit einem Mal übermächtig. Fast verliere ich den Boden unter den Füßen. Ich fühle, wie mein Puls rast und frage mich, ob er es auch spüren kann. Wie gerne würde ich meine Arme um seinen Hals schlingen und ihn zu mir hinunterziehen. Gleichzeitig überkommt mich ein Anflug von Scham, der mich zwingt, meine Lider zu senken.
Ehe ich die richtigen Worte finden kann, wendet sich Gregor ab. Die anderen Anwesenden haben mich noch nicht bemerkt, weil ich bis eben von dem Bücherregal, Gregor und der angelehnten Tür gut verdeckt war. Jetzt zieht er mich am Armgelenk in die Mitte des Raumes und lacht ausgelassen.
»Das nächste Gedicht muss ein wenig warten, meine Damen. Meine liebe Schwester ist gerade eingetroffen. – Und wie ich sehe, hast du noch immer einen sehr exzentrischen Kleidergeschmack, ma petite Alison.«

Das Buch bei Amazon:

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»Schattenerbe 1 - Das Flüstern der Dunkelheit« von Karolyn Ciseau

Titel:

»Das Flüstern der Dunkelheit«

Autor:

Karolyn Ciseau

Seitenanzahl:

456 Seiten

Erzählperspektive:

Ich-Perspektive, Vergangenheit

Stimmung im Buch:

blutig, voller Kampf, Stolz und Ehre

Charaktere:

Zarah

die Oberste der königlichen Leibgarde von Roshan

Prinz Valen

der verstoßene Zwillingsbruder des Königs, ein Dunkelbringer

Meine Lieblingscharaktere:

Prinz Valen mit seinem Feingefühl und dem psychologischen Spürsinn.

Das hat mir besonders gefallen:

Wie Prinz Valen um Zarah wirbt.
Wie Zarahs starre Sicht der Dinge nach und nach aufweicht und sie begreift, dass die Welt nicht nur Schwarz weiß ist.

Diese Gefühle hat das Buch in mir geweckt:

Mitleid mit Prinz Valen, der für etwas verstoßen wurde, für das er nichts kann und Mitleid mit Zarah, die so gefangen ist, in ihrer Angst, die Ehre zu verlieren, dass sie gegen sich selbst vorgeht.

Das kann ich zum Schreibstil sagen:

Sehr angenehm zu lesen. Mir war schon bald klar, dass ich in Ciseau eine neue Lieblingsautorin gefunden habe.

Meine Bewertung:

Verlier niemals deine Ehre!

Das hat sich Zarah geschworen, nachdem ihr Vater desertiert ist und so hat sie es bis zur Obersten der königlichen Leibgarde geschafft. Aber dann wird der König ermordet und sie muss dessen Zwillingsbruder aus dem Exil holen. Mit seiner Hilfe könnten sie den Mord vertuschen und den Frieden im Königreich wahren. Doch Prinz Valen ist ein gefährlicher Dunkelbringer, dessen Schatten tödlich sind. Ob es ihr als Lichtbringerin gelingen wird, ihn in Schach zu halten?

Zitat aus dem Buch:

»Beim Gott der Vollkommenheit, ich habe noch nie etwas so Schmutziges gesehen.«
Ich fuhr zusammen. Die Stimme war mir vertraut. Es war Castriels Stimme, warm und voll und geschmeidig wie Honig, der aus einem silbernen Gefäß tropfte. Aber ein dunkles Timbre schwang darin, das ich so noch nie bei dem König gehört hatte.
»Der Gott der Vollkommenheit hat damit nichts zu tun«, erwiderte ich mit gefasster Stimme und legte die Hand an den Griff meines Degens, der noch in seiner Scheide steckte. »Die raue See war schuld.«
Ich unterdrückte den Impuls, zu Prinz Valen herumzuschnellen. Es hätte den Anschein erweckt, ich hätte die Situation nicht unter Kontrolle. Und das war das Letzte, was ich wollte.
Der Prinz umrundete mich mit einer Gemächlichkeit, die verriet, wie sehr er diese Situation genoss. Vermutlich registrierte er jede meiner Regungen, jedes Zucken, jeden Atemzug. Er nahm meinen schmutzigen Anblick in sich auf. Es fühlte sich an, als würde sein Blick meinen langen, geflochtenen Zopf lösen und durch die strähnigen Haare gleiten. Als würde er meinen drahtigen Körper entkleiden und über meine dunkle, sonnengebräunte Haut wandern, bis er an den schmutzigen Rändern unter meinen Fingernägeln hängenblieb.
»Ich nehme an, die See hat Euch nicht zufällig ausgespuckt und an Land gespült?«
Er blieb dicht vor mir stehen, die Augenbrauen erhoben, den Mund zu einem kleinen, spöttischen Lächeln verzogen.
Ich schluckte. Er sah Castriel geradezu schmerzhaft ähnlich. Die schwarzen Haare, die er länger trug als der verstorbene König, kräuselten sich in seinem Nacken, seine Augen waren von dem gleichen dunklen Grün und sein Gesicht war ebenso schmal. Mit dem einzigen Unterschied, dass Castriels ebenmäßige Züge weich und jungenhaft gewirkt hatten, während Prinz Valen eine geradezu herablassende Unnachgiebigkeit ausstrahlte.

Das Buch bei Amazon:

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»Ein Herz aus Eis und Schnee« von Karolyn Ciseau

Titel:

»Ein Herz aus Eis und Schnee«

Autor:

Karolyn Ciseau

Seitenanzahl:

303 Seiten

Erzählperspektive:

Ich-Perspektive,Gegenwart

Stimmung im Buch:

märchenhaft verwoben

Charaktere:

Eirik

der verfluchte Prinz

Farina

das Mädchen aus der Wüste

Meine Lieblingscharaktere:

Eirik, der immer wieder den Mut findet, sich zu seinen Gefühlen zu bekennen, obwohl sie scheinbar nicht erwidert werden. Aber auch Fürst Ardijan, der bereit ist, alles zu tun, um sein Land zu schützen.

Das hat mir besonders gefallen:

Die Worte, die der Vater seiner Tochter Farina sagt. Sie sind so voller Weisheit, Liebe und Zuversicht.

Diese Gefühle hat das Buch in mir geweckt:

Spannung, wie sich die Beteiligten aus der misslichen Lage befreien wollen, in der sie steckten.

Das kann ich zum Schreibstil sagen:

Sehr angenehm zu lesen. Ich habe das Buch in einem Rutsch durchgesuchtet.

Meine Bewertung:

Lass dir niemals Grenzen aufzeigen, denn du hast keine

An seinem siebzehnten Geburtstag wird Prinz Eirik zu Eis erstarren und mit ihm das ganze Land, es sei denn er findet und küsst seine wahre Liebe. Farina glaubt nicht an den Fluch und kann es kaum glauben, dass sie zu den 30 Mädchen gehören soll, die in den Palast gebracht werden, damit sich der Prinz in eine davon verliebt. Wegen ihr soll der Prinz ruhig sterben, denn die Eiszeit bringt das dringend benötigte Wasser in die Wüstenregion, aus der sie stammt. Dumm nur, dass ihr Herz einen anderen Weg wählt.

Zitat aus dem Buch:

Farina, mein Engel,
es schmerzt mich, in diesen Tagen nicht bei dir sein zu können. Vor allem weil du so viele Veränderungen erlebst und Entscheidungen treffen musst, die dein ganzes Leben beeinflussen.
Ich weiß, du denkst, mein Wunsch dich auf dem Thron zu sehen, wäre der eines alten Mannes, der sich ein Stück Unsterblichkeit bewahren möchte. Und vielleicht hast du damit nicht ganz unrecht. Aber ich glaube auch, dass du eine gute Herrscherin wärest. Du hast ein gutes Herz und einen klaren Verstand. Du siehst die Dinge, wie sie sind, nicht wie du sie gerne hättest. Und du findest einen Weg, wo andere nur Hindernisse sehen. Aber vor allem bist du stark. Stark genug, um eine Provinz zu führen – aber auch ein ganzes Königreich. Lass dir niemals etwas anderes erzählen. Und lass dir niemals von jemand anderem deine Grenzen aufzeigen, denn du hast keine.
Welche Wahl du auch für dein Leben triffst, ich werde immer hinter dir stehen und dir den Rücken stärken.
In Liebe
Papa

Das Buch bei Amazon:

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