Biggi Berchtold

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»Stepbrother is watching you« von Biggi Berchtold

Titel:

»Stepbrother is watching you«

Autor:

Biggi Berchtold

Seitenanzahl:

368 Seiten

Erzählperspektive:

Ich-Perspektive, Gegenwart

Stimmung im Buch:

gezeichnet von dem Verlangen, etwas zu haben, was er nicht haben kann

Charaktere:

David

Student, 23 Jahre alt, er ist der Ich-Erzähler

Jenna

seine Urlaubsbekanntschaft und nun seine Stiefschwester

Meine Lieblingscharaktere:

David, in seiner untypischen Aufrichtigkeit und Aufsässigkeit. Keine Ahnung, ob es solche Männer wirklich gibt, aber wenn, dann hätte ich ihn mir niemals durch die Finger rinnen lassen, wie Jenna das tut.
Jenna, die einfordert was sie haben will.

Das hat mir besonders gefallen:

Die tiefen Gefühle, die David und Jenna füreinander empfinden und dass beide gleichermaßen zu der Beziehung beitragen. Dazu Davids Sprüche, die zwar cool wirken, gleichzeitig aber auch Einblick in sein Innerstes geben und so authentisch wirken. Auch Jennas trockene Bemerkungen sowie progressives Verhalten haben mich mitunter überrascht und zum Schmunzeln gebracht.

Das kann ich zum Schreibstil sagen:

Obwohl die Ich-Perspektive in Gegenwart meine Lieblingszeitform in Büchern ist, muss ich zugeben, dass sie hier mitunter etwas holprig wirkt. Dazu kamen mir an manchen Stellen zu viele überflüssige Adjektive vor, dennoch habe ich das Buch bis zum Ende gelesen, da mich die Geschichte an sich interessierte.

Meine Bewertung:

Ich liebe meine Stiefschwester

Von heute auf morgen wird David eine Stiefschwester vor die Nase gesetzt. Welch ein Schock, als er in ihr das Mädchen wiedererkennt, in das er sich vor zwei Jahren im Urlaub verliebt hatte und das seine Briefe danach so beharrlich ignoriert hat. Noch immer darüber verletzt muss sich David eingestehen, dass er sie dennoch liebt und mehr von ihr will, als nur unter einem Dach und Tür an Tür mit ihr zu leben.

Zitat aus dem Buch:

Ich streife meine Klamotten ab und gehe ins Bad, um zu duschen. Als ich fertig bin und aus der Dusche steige, geht plötzlich die Tür von Jennas Zimmer auf.
»Wenn es dich nicht stört, ich trockne mich noch schnell ab«, sage ich. Ohne mich in irgendeiner Form zu bedecken, rubble ich mich gemächlich mit dem Handtuch ab. Jenna steht mit hochrotem Kopf vor mir und wendet ihren Blick ab.
»Sorry, ich hab nicht mitbekommen, dass du hier bist. Vielleicht solltest du zukünftig meine Tür abschließen, bevor du das nächste Mal ins Bad gehst?«
»Wenn ich mich recht entsinne, kennen wir uns schon nackt. Ich hab also kein Problem damit. Du etwa?«, frage ich achselzuckend.
»Könntest du bitte etwas leiser sprechen? Es muss ja nicht jeder wissen, dass wir mal was miteinander hatten. Das war damals und wird auch nie wieder passieren. Wir werden bald eine Familie sein und deshalb … vergessen wir doch einfach, was war und beginnen von vorn.«
»Kein Problem!« Ich lasse mein Handtuch fallen und laufe nackt an ihr vorbei, um das Waschbecken anzusteuern, wo ich mir noch gemütlich die Zähne putze. Ihren Blick kann ich regelrecht auf meinem Körper spüren. Dass ich sie damit irritiere, wird mir mehr und mehr bewusst und es gefällt mir. Die Tür fällt leise ins Schloss, und als ich mich umsehe, ist sie in ihrem Zimmer verschwunden. Gut so!

Diese Gefühle hat das Buch in mir geweckt:

Ich war froh, dass es in diesem Buch keine Dramen gibt, die allein darauf beruhen, weil die Protagonisten nicht miteinander reden. In dieser Hinsicht zeichnet sich David hier mit einer erstaunlichen Offenheit aus.
Unglauben über die Reaktion von Davids Vater, die erst am Ende des Buches verständlich wird.

Das Buch bei Amazon:

Hier findet ihr die Autorin im Netz.

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