Anna Katmore

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»Julian« von Anna Katmore

Titel:

»Julian«

Autor:

Anna Katmore

Seitenanzahl:

357 Seiten

Erzählperspektive:

Ich-Erzählerin, Vergangenheit

Stimmung im Buch:

man erwartet stets das Schlimmste

Charaktere:

Jona

das kriminelle Waisenmädchen

Julian

der geheimnisvolle Krankenpfleger

Meine Lieblingscharaktere:

Quinn, weil er immer an Jona geglaubt hat

Das hat mir besonders gefallen:

Ich wollte die ganze Zeit wissen, wann Jona endlich herausfindet, was Julian ist und wie sie dann auf die Nachricht reagiert. Der Leser befindet sich ihr gegenüber ja im Vorteil, immerhin verrät das Cover schon, in welche Richtung die Geschichte geht.

Diese Gefühle hat das Buch in mir geweckt:

Ich habe Rotz und Wasser geheult.

Das kann ich zum Schreibstil sagen:

Angenehm zu lesen, als Leser befindet man sich in Jonas Kopf und erlebt ihre innere Zerrissenheit, die Gedanken, mit denen sie sich selbst zu belügen versucht und die sie dann doch wieder in Frage stellt.

Meine Bewertung:

Ich werde dir nie verzeihen!

Abgeschoben von ihrer Mutter und deren gewalttätigen Freund wächst Jona in einem Waisenhaus auf und lässt niemanden mehr an sich heran. Das einzig Aufregende in ihrem Leben ist der Adrenalinkick, der sie durchströmt, wenn sie auf Diebeszug geht. Bis sie dazu verdonnert wird, Sozialstunden abzuleisten. Ne, nicht mit ihr! Sie plant die Flucht. Wenn es da doch bloß nicht den Krankenpfleger Julian gäbe, der ihre Mauern gefährlich zum Wanken bringt.

Zitat aus dem Buch:

Die Hüfte lässig an das Pult gelehnt, stützte ich mich so gut es ging auf einen Ellbogen und blickte runter zu dem schwarzhaarigen jungen Mann mit Dreitagebart, der gerade einen Stapel Formulare bearbeitete. Seine hellblauen Augen hoben sich nett von der dunklen Uniform ab.
„Hey, Quinn. Was geht ab?“, fragte ich. „Entschuldige, ich würde dir ja gerne die Hand schütteln, aber im Moment bin ich leider etwas … wie soll ich sagen–?“ Ich drehte mich zur Seite und hob die Schultern, um meine Handschellen zu präsentieren. „Kurz angebunden.“
Quinn fuhr sich mit den Händen über sein sonnengebräuntes Gesicht, was sein verzweifeltes Stöhnen erstickte. „Shit, Jona! Sag mir bitte, dass das Trick-Handschellen sind und du nur den verdammten Schlüssel verloren hast.“ Er schielte zwischen seinen Fingern hindurch zu mir rüber.
Ich versuchte es mit einem entwaffnenden Lächeln. „Möchtest du noch mal raten?“
Er nahm die Hände runter und verschränkte die Finger resignierend auf dem Tisch. „Warum landest du nur immer wieder in solchen Schwierigkeiten? Mädchen in deinem Alter sollten in Parks rumhängen und nicht auf einem Polizeirevier.“
Quinn war ein netter Kerl. Große Augen, chaotisch perfekt gestyltes Haar, gut gebaut. Vermutlich keine zehn Jahre älter als ich. Einmal hatte ich ihn gefragt, wie alt er wirklich sei, doch als Antwort bekam ich nur: Alt genug, um es besser zu wissen, Kleine.
Im Gegensatz zu Debbie Westwood war Quinn ein wirklicher Freund. Mein einziger. Und das, obwohl er als Cop ja eigentlich für die Gegenseite spielte. Aber er hatte mich schon ein paar Mal auf einen Cheeseburger zu McDonald’s eingeladen, als er mich nach seiner Schicht zurück ins Waisenhaus gefahren hatte – meistens nachdem ich wieder einmal bei irgendeinem Blödsinn erwischt worden war. Das Tolle an Quinn war, dass er in mir mehr sah. Etwas Besonderes. Jona, den Teenager und nicht nur, wie alle anderen, die Kriminelle.

Das Buch bei Amazon:

Hier findet ihr die Autorin im Netz.

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»Ein Prinz für Rotkäppchen« von Anna Katmore

Titel:

»Ein Prinz für Rotkäppchen«

Autor:

Anna Katmore

Seitenanzahl:

198 Seiten

Erzählperspektive:

Ich-Perspektive, Gegenwart

Stimmung im Buch:

humorvoll

Charaktere:

Riley = Rotkäppchen Jack = der böse Wolf

Meine Lieblingscharaktere:

Riley, die so herrlich unschuldig ist.

Jack, der nicht anders kann, als Riley zum Fressen gern zu haben.

Das hat mir besonders gefallen:

Die SMS im Märchenland – ich lach mich tot! Oder Rotkäppchens Prinzenfalle – ich könnte mich vor Lachen kugeln. 🙂

Das kann ich zum Schreibstil sagen:

Wunderbar zu lesen, ganz ohne Zweifel, in Anna Katmore habe ich eine weitere Lieblingsautorin gefunden.

Meine Bewertung:

Brav ist langweilig!

Rotkäppchen ist unzufrieden. Natürlich hat ihr Märchen ein Happy End, aber von Liebe und Romantik ist dabei nichts zu spüren, keine Küsse, kein Liebhaber nur ein Korb mit Kuchen und Wein. Deshalb beschließt sie, ihr Märchen umzuschreiben und selbst für ein Happy End nach ihrem Geschmack zu sorgen. Dumm nur, dass ihr Wolf etwas dagegen hat, dass sie sich einen Prinzen angeln will.

Zitat aus dem Buch:

„In dieser Geschichte bin ich der gemeine Wolf, schon vergessen? Von mir wird erwartet, böse zu sein. Du aber bist … das brave kleine Rotkäppchen.“ Mit der Betonung der letzten Worte mache ich meinen Standpunkt hier unmissverständlich klar.
Riley grübelt lange darüber nach. Ihre Miene bleibt dabei todernst und sie lässt mich keine Sekunde aus den Augen. Bis sie sich plötzlich auf die Zehenspitzen stellt, sich ganz nahe zu mir nach vorne lehnt und flüstert: „Angsthase.“

Diese Gefühle hat das Buch in mir geweckt:

Ich habe seitenweise kichern müssen, die Szenen sind einfach nur zu köstlich. Rotkäppchen ist wirklich genau das, was das Märchen vorgibt, unschuldig, naiv und absolut liebenswert.

Das Buch bei Amazon:

Hier findet ihr die Autorin im Netz.

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»Ein Prinz für Rotkäppchen« von Anna Katmore

Titel:

»Ein Wolf im Weg«

Autor:

Anna Katmore

Seitenanzahl:

203 Seiten

Erzählperspektive:

Ich-Perspektive, Gegenwart

Stimmung im Buch:

eine »Wach endlich auf Rotkäppchen und erkenne die Wahrheit«-Stimmung

Charaktere:

Riley

= Rotkäppchen

Jack

= der böse Wolf, der diesmal gar nicht so böse ist

Meine Lieblingscharaktere:

Jack, der so tapfer um sein Mädchen kämpft

Das hat mir besonders gefallen:

Jakobs Treue, mit der er zu Rotkäppchen hält, auch wenn sie es ihm nicht gerade leicht macht.

Das kann ich zum Schreibstil sagen:

Angenehm zu lesen.

Meine Bewertung:

Gefährliche Wahrheit

Auf dem Ball hat Rotkäppchen Feuer gefangen. So wie Prinz Jakob hat sie noch nie jemand geküsst, deshalb beschließt sie, ihn in den Schneeebenen aufzusuchen und mit ihm das happy End ihres Märchens zu schreiben. Was bleibt Jack da anderes übrig, als sie zu begleiten und auf sie acht zu geben, auch wenn er genau weiß, dass sie den ominösen Prinzen dort nicht antreffen wird. Je länger er Rotkäppchen die Wahrheit über den Prinzen vorenthält, desto unmöglicher erscheint es ihm, das Geheimnis zu lüften. Wenn Rotkäppchen doch nur verstehen würde, dass sie zu ihm gehört!

Zitat aus dem Buch:

Und nichts hat sich jemals besser angefühlt.
Aber für das sture Rotkäppchen braucht es schon einen Prinzen, um sich zu verlieben – das sagt sie mir immer und immer wieder. Liebe passiert nur, wenn ein Royal ins Spiel kommt. Ihre Analyse der Geschichten hier in Märchenland lässt keinen anderen Schluss zu. Jede Romanze hat entweder einen Prinzen oder eine Prinzessin darin. Da weder Riley noch ich zum Adelstand gehören, können wir beide auch kein romantisches Happy End zusammen haben. Für sie bin ich nur der Typ, der jeden Tag ihre Oma frisst.

Diese Gefühle hat das Buch in mir geweckt:

Spannung, wann der Knoten endlich platzen wird. Etwas übertrieben fand ich Rotkäppchens Reaktion darauf. Immerhin hat sie mit ihrer Verbohrtheit und dem festen Glauben, Liebe sei nur mit einem Prinzen möglich, die ganze Sache erst ins Rollen gebracht.

Das Buch bei Amazon:

Hier findet ihr die Autorin im Netz.

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