Eve Pay

Renee R. Picard

Eve Pay

»Schatten der Dunkelheit 1 - Glaube« von Eve Pay

Wenn das Licht gegangen ist

Estelle kommt aus der heutigen Menschenwelt in eine Welt, in der die Frauen noch geschnürte Mieder tragen. Sie ist wie ein leuchtender Fleck in einem Sepia-Bild, hat von nichts eine Ahnung und tappt in so manches Fettnäpfchen. Nichtsdestotrotz muss sie als letzte Lichtbringerin die Welt ihrer Vorfahren vor der allgegenwärtigen Dunkelheit retten. Doch ist es dazu nicht eigentlich schon zu spät?

Zitat aus dem Buch:

»Lior!«, kreischte Estelle in Panik. Ohne über die möglichen Konsequenzen nachzudenken, warf sie sich schützend auf Corvin, dicht über ihr Lior mit gefletschten Zähnen und scharfen Krallen.
Die Zeit schien für einen kurzen Moment stillzustehen. Estelle vergrub ihr Gesicht in Corvins Umhang und atmete den warmen Geruch von Zedernholz ein. Sein rasender Herzschlag pochte gegen ihre pulsierende Wange. Zögernd ließ Lior von seinem Opfer ab. Er raffte sich auf und strafte Corvin mit einem verachtenden Blick.
Ich liege auf Corvin und habe gerade an seinem Umhang GESCHNÜFFELT …
Nervös kichernd sprang Estelle auf.
»Warum sollte ich ihn verraten?«, raunte Corvin abfällig, während er mühsam vom Boden aufstand. Seine Flügel knirschten wie kleine Steine, die aneinanderrieben. Abschätzig schüttelte er den Kopf und pustete seine pechschwarzen Haare aus der Stirn. Estelles Wangen kribbelten wie bei eisig kalter Winterluft.

Diese Gefühle hat das Buch in mir geweckt:

Eigentlich erscheint alles völlig aussichtslos. Die Dunkelheit und das Böse sind allgegenwärtig. Was soll da eine einzelne Aurion, die dazu noch verunreinigt ist, und ein kranker Sarafin dagegen unternehmen? Also eine Geschichte mit unwahrscheinlich viel Potential, bei der man wissen will, wie es weitergeht.

Das Buch bei Amazon:

Titel:

»Schatten der Dunkelheit 1 – Glaube«

Autor:

Eve Pay

Seitenanzahl:

322 Seiten

Erzählperspektive:

Dritte Person, Vergangenheit

Stimmung im Buch:

düster, bedrohlich

Charaktere:

Estelle

die verunreinigte Aurion

Corvin

ein vergifteter Saraphin

Meine Lieblingscharaktere:

der abgeklärte Corvin. Finster, sarkastisch, gefangen im eigenen Leid und doch ein Held.

Das hat mir besonders gefallen:

Die Beziehung zwischen Corvin und Estelle. Ich mag die Bemerkungen, mit denen er sie neckt und Andeutungen macht, die sie in Verlegenheit bringen.
Sehr gut gefallen mir darüber hinaus die Gedanken von Estelle, die immer in kursiv dargestellt werden. Oftmals trockene Kommentare zum aktuellen Geschehen. Sie bringen dem Leser das Mädchen näher und regen zum Schmunzeln an.

Das kann ich zum Schreibstil sagen:

Der Schreibstil sagte mir nicht wirklich zu. Überflüssige Erklärungen sowie überflüssige Adjektive ziehen sich durch das ganze Buch. An anderen Stellen spoilert sich die Autorin selbst, indem sie Estelle dunkle Vorahnungen haben lässt, anstatt den Leser zu überraschen.

Meine Bewertung:

»Schatten der Dunkelheit 2 - Liebe« von Eve Pay

Hartnäckigkeit siegt

Estelle Corvin und Lior ziehen durch Jarundo um Estelles Mutter zu befreien. Dabei enthüllt sich nach und nach die blutige Geschichte des Landes, während Estelle allmählich ihre Fähigkeit als Aurion entwickelt. Doch genügen die drei, um den Kanzler zu stürzen?

Zitat aus dem Buch:

Zaghaft berührte Corvin ihre Hand mit den Fingerspitzen. Ein glühendes Kribbeln breitete sich von ihrer Körpermitte aus, glitt in den Unterleib, die Kniekehlen und endete in den Fußspitzen.
Das ist verrückt!
Verblüfft über ihren eigenen Mut fuhr sie mit zitternden Fingern die Kontur der Flügel nach, die er weit von sich spreizte. Die schimmernde Hautschicht fühlte sich warm und weich an. »Ich dachte immer, Engel haben Flügel aus Federn. Ist das deine Haut?«, flüsterte sie heiser. Plötzlich hatte sie Angst, jemand könnte sie hören und diesen perfekten Moment zerbrechen.
Corvin nickte schmunzelnd, umschlang ihre Taille mit einem Arm und zog sie näher heran. Estelle entfuhr dabei ein quietschender Laut.
»Ich sagte dir doch, die Aurion und die Sarafin bilden eine Einheit«, raunte er ihr ins Ohr.
Estelle spürte eine bisher unbekannte Leichtigkeit. Die Schmetterlinge in ihrem Bauch brachten sie beinahe zum Fliegen.
Hab keine Angst. Ich werde nichts tun, was du nicht auch willst.
Erschrocken wich sie zurück. Hatte er das gerade wirklich gesagt, oder hatte sie das nur gedacht? Ein zarter Lufthauch umspielte ihre Stirn, während sie versuchte, ihre Gedanken zu ordnen.
Ist er in meinem Kopf?
»Bist du … Wie … Was passiert …« Estelle war völlig verwirrt.
Corvins Antwort kam prompt; verschmitzt grinste er.
Weiß er, was ich denke?
Sanft strich er mit den Fingerspitzen Estelles Wirbelsäule entlang. Ihr Herz stolperte, als er sich zu ihr herunterbeugte.
Wir gehören zusammen.
Seine Lippen berührten ihre; erst flüchtig, dann entschlossen. Sein Atem, der eine wohltuende Wärme verströmte, breitete sich in ihr aus. Estelle wurde schwindelig, ihre Knie begannen augenblicklich zu zittern. Sofort umschlang Corvin ihre Taille noch fester.
Ist das dieses Aurionding?
Estelle konnte fühlen, wie etwas in ihr zurechtgerückt wurde, das nie ganz heil gewesen war. Schüchtern erwiderte sie den Kuss. Nils, Alexander und die anderen Jungs, die sie bisher geküsst hatte, verblassten vollkommen. Sie seufzte berauscht, als Corvin seine Flügel um ihren Körper schlang. Die zarte Haut berührte ihre nackten Arme und Schultern, umhüllte sie wie ein schützender Kokon.
Verstehst du unsere Verbindung jetzt, Aurionmädchen?
Er ist wunderschön. Sogar perfekt …

Das Buch bei Amazon:

Titel:

»Schatten der Dunkelheit 2 – Liebe«

Autor:

Eve Pay

Seitenanzahl:

322 Seiten

Erzählperspektive:

Dritte Person, Vergangenheit

Stimmung im Buch:

düster, bedrohlich

Charaktere:

Estelle

die Aurion, die langsam zu ihrer Macht findet

Corvin

der Saraphin

Der Kanzler

Meine Lieblingscharaktere:

Corvin, der so treu ist, obwohl es ihm Estelle so schwer macht

Das hat mir besonders gefallen:

wie Corvin Estelle immer wieder herausfordert und sie daran erinnert, dass sie zu ihm gehört. Das macht ihn mir sehr sympathisch.

Diese Gefühle hat das Buch in mir geweckt:

Ich finde Corvin hat recht! Estelle ist völlig ich-bezogen und auf Äußerlichkeiten bedacht. Ihr fehlt der Mut, ihre eigenen Gefühle wahrzunehmen. Estelles Haltung kann ich nicht wirklich nachvollziehen, sie erscheint mir kalt und hartherzig, zumindest im Hinblick auf Corvin.

Kritik

Estelles Selbstzweifel, weil sie den Sarafin getötet hat, der ansonsten sie getötet hätte, fand ich auf Dauer etwas nervig.

Das kann ich zum Schreibstil sagen:

Sprachlich sagt mir Band 2 um einiges besser zu als Band 1. Hier findet man kaum mehr überflüssige Erklärungen, die Erzählung wirkt ausgereifter.

Meine Bewertung:

Renee R. Picard

»Daniel & Juliet« von Renee R. Picard

Liebe unter erschwerten Bedingungen

Er ist unverschämt, anmaßend, stinkereich und attraktiv. Und er hat es auf Juliet abgesehen, weil sie seinem Charme widersteht. Schon bald findet sich Juliet in einem Strudel aus Sex und Gewalt wieder, aber auch Zärtlichkeit und Fürsorge erlebt sie in der Gegenwart des Multimillionärs. Leider gibt es einen Mörder, der hinter Daniel her ist, oder hat er es doch auf Juliet abgesehen?

Zitat aus dem Buch:

»Juliet, wenn dir dein Leben lieb ist, dann mach endlich die Tür auf! Ich zähle jetzt bis drei!«
In ein Laken gewickelt, schlich ich über den Flur zur Wohnungstür und stellte mich auf die Zehenspitzen, um durch den Spion nach draußen zu schauen. Der Anblick, der sich mir bot, war alles andere als ermutigend. Daniel Stone stand direkt vor meiner Tür und hielt einen Feuerlöscher in der Hand, offenbar bereit, sich damit gewaltsam Zutritt zu meiner Wohnung zu verschaffen. Sein Chauffeur und Mr. Burton versuchten gemeinsam, ihn aufzuhalten.
Mr. Burton sagte etwas, was ich nicht verstand, daraufhin drehte sich Daniel Stone zu ihm um und schnellte nach vorn. »Verdammt noch mal, ich bin der Eigentümer dieses verdammten Hauses und wenn ich mein verdammtes Haus verwüsten will, dann mache ich das auch, verdammt noch mal!«, brüllte er.
Wie einfallsreich.
Ich grinste heimlich. Der Mann war wirklich stinksauer und es fehlte nicht mehr viel, dann würde er vor lauter Wut auch noch Feuer spucken.
Ungehalten drehte er sich wieder zu meiner Tür und starrte mir direkt in die Augen. Konnte er mich durch den Türspion etwa sehen? Seine Reaktion ließ jedenfalls darauf schließen. Er hämmerte mit der flachen Hand gegen die Tür und brüllte mir zu: »Juliet, mach jetzt endlich auf, du kleines Miststück! Du machst mich nur noch wütender, wenn du nicht gehorchst!«
Ich schnappte nach Luft. Ihm gehorchen? Ich war doch nicht sein Haustier!
Mr. Burton sah das wohl ähnlich und diskutierte aufgeregt mit Daniel Stones Fahrer. Wäre die Situation nicht so ernst gewesen, hätte ich jetzt wohl laut losgelacht. Aber der Gedanke daran, dass Daniel Stone schon einmal eine Frau entführt hatte, die bis heute verschwunden war – vielleicht sogar tot, ließ mir das Lachen im Halse steckenbleiben. Was, wenn er mich irgendwohin verschleppte? War er durchgeknallt genug, um so etwas zu tun?

Das Buch bei Amazon:

Titel:

»Daniel & Juliet« Band 1-5

Autor:

Renee R. Picard

Seitenanzahl:

1726 Seiten

Erzählperspektive:

Ich-Perspektive, Vergangenheit

Stimmung im Buch:

spannend, erotisch

Charaktere:

Juliet

Tänzerin und Tochter aus wohlhabendem Haus

Daniel

Mulitmillionär mit üblem Ruf

Meine Lieblingscharaktere:

Daniel, der so unverschämt wie zärtlich ist, ein vielschichtiger Charakter.

Das hat mir besonders gefallen:

Die »zoologische Liebesszene« am Strand in Thailand

Diese Gefühle hat das Buch in mir geweckt:

Ich habe hin- und herspekuliert, wer denn nun hinter den Mordanschlägen steht, wer Freund und wer Feind ist, dazu habe ich die häufig eingestreuten Sexszenen genossen. Zu erwähnen sind wohl noch die äußerst fiesen Cliffhanger, am Ende der einzelnen Bände. Hätte ich nicht gleich den Sammelband gekauft, hätten sie mich wohl in den Wahnsinn getrieben. 🙂

Das kann ich zum Schreibstil sagen:

Angenehm zu lesen. Zu erwähnen sind wohl noch die äußerst fiesen Cliffhanger, am Ende der einzelnen Bände. Hätte ich nicht gleich den Sammelband gekauft, hätten sie mich wohl in den Wahnsinn getrieben. 🙂

Meine Bewertung: