Mara Waldhoven

Rebecca Wild

Mara Waldhoven

Pflicht oder Kür?

Aris Gregori hat es bis zum Hoteldirektor geschafft. Kein Wunder er ist klug, gutaussehend und diszipliniert. Sein Leben besteht aus Pflichten, die er gerne erfüllt. Das bringt ihm die Anerkennung seines Chefs ein.

Kein Wunder, dass er ausgerechnet Aris den Auftrag gibt, seiner Tochter eben dies Pflichtbewusstsein beizubringen.

Problematisch nur, dass die lebenslustige Sam ihn eher dazu bringt, seine Pflichten zu vergessen, als in ihm ihr Vorbild zu sehen.

Das hat mir besonders gefallen:

Die selbstironischen Gedanken, die beide Ich-Erzähler so von sich geben.

Diese Gefühle hat das Buch in mir geweckt:

Lachen, Schmunzeln und einfach Spaß an der Geschichte.

Das kann ich zum Schreibstil sagen:

Humorvoll und gekonnt. Man hört die Stimmen der beiden Ich-Erzähler quasi durch die Zeilen und es macht Freude, ihnen zu lauschen.

Titel:

»Ouzo mit Herz – Samantha und Aris«

Autor:

Mara Waldhoven

Seitenanzahl:

216 Seiten

Erzählperspektive:

Ich-Erzähler, Vergangenheit

Stimmung im Buch:

humorvoll

Charaktere:

Aris

der Hoteldirektor

Sam

die Tochter des Chefs

Meine Lieblingscharaktere:

Samantha, die sich ihre Gefühle so ehrlich eingestehen kann.

Aris, weil es so amüsant ist zu lesen, wie Sam seine Vorsätze einfach so dahinschmelzen lässt.

Kindle-Preis bei Amazon:

1,99Euro

Zitat aus dem Buch:

… was unser Familienoberhaupt für gewöhnlich zu mir sagt: „Du hast dein Benehmen nicht unter Kontrolle. Sam, du kennst keine Grenzen!“

Das stimmt nicht ganz, ich kenne meine Grenzen sehr wohl, ich bin ja nicht dumm! Ich finde es nur wesentlich bequemer, sie einfach zu ignorieren.

Meine Bewertung:

Rebecca Wild

Sommerlächeln

Der mürrische North soll die Sommerprinzessin heimlich durch den verzauberten Herbstwald nach Winter bringen. Eine gefährliche Mission, aber wenn jemand den magischen Wald durchqueren kann, dann er. Eigentlich kann also gar nichts passieren, doch er hat seine Rechnung ohne das Sommermädchen Rae gemacht. Die ist nämlich wild entschlossen, die Prinzessin nach Sommer zurückzubringen, um ihren Bruder zu retten, der im Verdacht steht, etwas mit der Entführung zu tun zu haben. Das sture Mädchen setzt North ganz schön zu, sie, ihr Starrsinn und ihr unbeschwertes Sommerlächeln.

Zitat aus dem Buch:

North setzte sich gegenüber von Juni an den Tisch. »Ich dachte, Ihr hättet diesen Ort gewählt, um keine Aufmerksamkeit zu erregen?«
»Und ich dachte, Januars Vertrautem wäre es möglich, keine Prügelei während unseres Treffens anzuzetteln. Aber bitte: Nächstes Mal lasse ich Euch dann einfach niederschlagen.«
North zuckte die Schultern. Er kam sich selbst dumm vor, in solch eine Situation geraten zu sein. Der Trick mit den Würfeln war überflüssig gewesen.
»Das Bier ist schuld. Es lässt mich die dümmsten Sachen tun, weshalb ich es für gewöhnlich meide«, sagte er und lehnte sich in seinem Stuhl zurück. »Und obwohl mich Eure Sorge ehrt, Prinzessin, braucht Ihr Euch nicht meinetwegen zu fürchten. Seine Faust hätte mich auch ohne Eure heldenhafte Einmischung nicht berührt.«
Juni hob eine elegant geschwungene Augenbraue. »Januar hat mir davon erzählt.«
»Was erzählt?«
»Dass Ihr ziemlich von Euch überzeugt seid.«
North lächelte dünn. »Ich versuche bloß allen Erwartungen gerecht zu werden und die meisten Menschen wollen Winter fürchten.«
»Und: Seid Ihr furchteinflößend?«
Mit dem Daumennagel fuhr North eine Holzrille im Stab nach. »Nein«, antwortete er langsam. »Aber ich weiß, was Furcht bedeutet.«

Titel:

»Winteraugen«

Autor:

Rebecca Wild

Seitenanzahl:

263 Seiten

Erzählperspektive:

Dritte Person, Vergangenheit

Stimmung im Buch:

spannend, gefährlich

Charaktere:

Rae

das mutige Sommermädchen

North

der Magier

Meine Lieblingscharaktere:

North, der so mächtig und dabei doch so einsam ist.

Kindle-Preis bei Amazon:

3,99 Euro

Das hat mir besonders gefallen:

Wie Rae North Pläne immer wieder durchkreuzt und er dennoch Verständnis dafür aufbringt.

Diese Gefühle hat das Buch in mir geweckt:

Bilder von wunderschönen Winter- und Herbst-Landschaften.

Das kann ich zum Schreibstil sagen:

Sehr angenehm zu lesen.

Meine Bewertung: