Autorin:
Willkommen liebe Leser zu unserem dritten Interview. Sicher haben sich schon manche von Euch besonders auf diese Diskussion gefreut, denn heute soll es um Dolos den Daimon der Täuschung und des Betrugs gehen. Eine schillernde Persönlichkeit, die vor allem die Herzen der weiblichen Leser höherschlagen lässt.

Stimmen: (Trocken)
Vor Angst hoffentlich! Wir würden niemandem raten, dem Daimon jemals begegnen zu wollen. Er ist ein gemeingefährlicher Massenmörder!

Autorin:
Dennoch fasziniert er und blendet mit Schönheit. In der menschlichen Vorstellung kann jemand, der die Schönheit liebt gar nicht so böse sein.

Stimmen:
Ein gewaltiger Irrtum. Wem nützt es, dass Dolos vom Streben nach Schöpferkraft angetrieben wird, wenn er nach der Begegnung mit ihm tot ist?

Autorin:
Zahurs Schöpferkraft, jene Macht, die Himmel und Erde erschaffen hat. Sie ist das Schönste und Machtvollste, was es je gegeben hat – das Leben selbst. Niemand, der Leben in sich trägt, kann sich dieser Kraft gegenüber verschließen. So wundert es nicht, dass Dolos hinter der Schöpferkraft her ist, wie der Teufel hinter der armen Seele. – Wer sich den Daimon jetzt allerdings als finsteren Mann vorstellt, der stets mit einem Messer bewaffnet durch die Gegend zieht, liegt völlig falsch.

Stimmen:
Schon allein deshalb, weil der Daimon niemals selbst Hand an seine Opfer legt. Stattdessen nimmt er deren geheime Sehnsüchte und webt trügerische Visionen daraus, die seine Opfer in den Tod treiben. Durch diese spezielle Tötungsweise stellt er sicher, dass ihm das vorzeitige Ableben seiner Opfer die Lebenskraft zuträgt, die dem Betreffenden noch bis zu seinem Lebensende zur Verfügung gestanden hätte.

Autorin
Er treibt seine Opfer also in den Selbstmord und sammelt dergestalt Schöpferkraft in sich an. Warum?

Stimmen:
Er will sie nutzen, um sich eine Armee grausamer Kreaturen zu erschaffen, mit denen er den Olymp überrennen will.

Autorin:
Das klingt fast so, als strebte er die Weltherrschaft an.

Stimmen:
Nein, eher den Weltuntergang! Er will alle Götter vernichten, um sich und seine Daimonenbrüder aus der Versklavung zu befreien.

Autorin:
Inwiefern sind die Daimonen versklavt?

Stimmen:
Die Götter zwingen sie, jährlich ihre Zeugungskraft zu opfern. Das schwächt die Daimonen und bringt sie in totale Abhängigkeit. Wer das Opfer verweigert, bezahlt mit dem Tod dafür. Und diejenigen, die das Opfer bringen, und sich damit ein weiteres Lebensjahr erkaufen, fühlen sich dauerhaft erniedrigt.

Autorin:
Ja, was die Götter den Daimonen mit diesen erzwungenen Opfern antun, steht der Grausamkeit von Zeus’ Bestrafungen, die wir im Interview über Prometheus noch kennen lernen werden, in nichts nach. Nur mit dem Unterschied, dass die Daimonen nichts getan haben, das der Strafe bedürfte. Die Frage ist: Warum wurden die Daimonen versklavt? Was gewinnen die Götter dabei?

Stimmen:
Macht, sehr viel Macht! Und die Schwächung eines potentiellen Gegners. Daimonen sind sehr kraftvolle Wesen. Wollten sie sich zusammenraufen, könnten sie den Göttern durch ihre enorme Geschwindigkeit durchaus gefährlich werden. Durch den Raub ihrer Zeugungskraft werden sie aber derart in Ketten gelegt, dass ihnen keine Handhabe mehr bleibt, sich gegen ihre Stellung in der Götterhierarchie wehren zu wollen.

Autorin:
Als ob dieser Aufstand jemals zu befürchten gewesen wäre! Daimonen sind friedliche Wesen, die ihr Streben allein darauf richten, den Menschen Gutes zu tun. Warum sollten sie sich da gegen die Götter erheben?

Stimmen:
Es widerspräche ihrem Wesen, das stimmt. Dennoch genügt die reine Tatsache, dass sie es könnten, wenn sie es denn wollten, als Rechtfertigung für das Tun der Götter.

Autorin:
Kein Wunder, dass Dolos einen ziemlichen Hass auf die Götter schiebt. Zumal auch er die ersten Tage seines Lebens noch in Freiheit gelebt hat.

Stimmen:
Sehr viel kürzer als die anderen Daimonen, aber ja, ein paar wenige Tage in Freiheit hat auch er erlebt. Die Versklavung der Daimonen setzte unmittelbar nach seiner Geburt ein. Dass er einige Tage länger auf freiem Fuß war als die anderen, verdankt er allein der Tatsache, dass seine Existenz zu diesem Zeitpunkt noch völlig unbekannt war.

Autorin:
Wie kam das? Führt Zeus nicht ein Geburtenregister, in dem akribisch festgehalten wird, wer, wann und wo von wem gezeugt und geboren wurde?

Stimmen:
Doch, aber Dolos ist dort drin nicht verzeichnet. Wie auch, wenn nicht einmal seine eigenen Eltern von seiner Existenz wussten.

Autorin:
Das mutet jetzt aber doch recht seltsam an. Wie sollte einer Mutter entgehen, dass sie ein Kind gebärt?

Stimmen:
Nun, Dolos wurde in der zweiten Dimension geboren, unsichtbar für Menschen und Götter, die sich allesamt in der ersten Dimension bewegen. So wandelte er zunächst unerkannt unter den Menschen. Doch dann verübte er seinen ersten Mord, die Götter wurden auf ihn aufmerksam und beeilten sich, auch ihm die Ketten der Daimonen-Knechtschaft anzulegen.

Autorin:
Hat er sich denn nicht gegen die Versklavung gewehrt?

Stimmen:
Nein, gegen den Akt der Versklavung kann sich keiner wehren. Er geschieht weit entfernt, in einer unerreichbaren Höhle, kein einziger Daimon hätte eine Chance gehabt, dagegen anzugehen. Sie spürten nur einen langandauernden, starken Schmerz und wussten, dass etwas Schreckliches geschehen sein musste. Was das für sie bedeutete, merkten sie aber erst, als sie der innere Zwang zu jenem Altar mitten in Russland zwang, wo sie ihr Opfer brachten, ohne recht zu wissen, was sie da eigentlich taten.


Autorin:
Eine Knechtschaft, die äußerst bitter schmeckt. Insofern muss man sagen, dass die Götter einen nicht unwesentlichen Teil dazu beitrugen, den Daimon zu dem zu machen, was er heute ist.

Stimmen:
Nein, so würden wir das nicht sagen. Dolos ist bereits als Dolofonos geboren worden, da war es klar, dass er früher oder später jemand töten würde. Ein Mord auf diese Weise jedoch bringt den Täter unweigerlich in Kontakt mit der Schöpferkraft seines Opfers. Insofern sehen wir keine Möglichkeit, wie das Drama von Dolos’ missratener Daimonenexistenz hätte abgewendet werden können.

Autorin:
Zur Erklärung für meine Leser: Ein Dolofonos ist ein hochtalentierter Mann, der beim Sex derart starke Gefühle der Ekstase in seinem Gegenüber hervorruft, dass es daran stirbt. Seinen ersten Mord hat Dolos also nicht geplant, er ist sozusagen aus Versehen passiert. Die durch seinen Mord freiwerdende Kraft strömte in ihn ein und weckte in ihm das unbändige Verlangen nach mehr.

Stimmen:
Ja, er verfiel in einen regelrechten Tötungsrausch. Seine Freude am Untergang der Menschen fiel erst mit seinem ersten, erzwungenen Opfer auf jenem Altar in Russland in sich zusammen. Mit seiner Zeugungskraft verlor er dort auch all seine gesammelte Schöpferkraft an die unbekannten Sklavenhalter. Ihm war klar, dass dies immer wieder passieren könnte, und er suchte nach einem Weg, sich von den Opfern zu befreien. Erfolglos jedoch. Jahr um Jahr verlor er bei den Opfern alles, was er gewonnen hatte. Dennoch mordete er stets weiter, immer in der Hoffnung, bis zum nächsten Opfer so viel Schöpferkraft zusammengetragen zu haben, dass es diesmal reichte, um sich die Armee zu erschaffen, mit der er die Götter auslöschen will.

Autorin:
Eine gleichermaßen verzweifelte, wie falsche Hoffnung. Selbst wenn es dem Daimon gelänge, die Schöpferkraft der gesamten Menschheit zu sammeln, reichte die Menge nicht, um auch nur ein einziges Lebewesen zu erschaffen. Nur wer direkt mit der Quelle verbunden ist, kann neues Leben ins Dasein sprechen. Das weiß der Daimon aber nicht und seine falsche Hoffnung kommt den Göttern nur gelegen. Tatsächlich stacheln sie die Mordgier des Daimons bewusst weiter an, um durch ihn in den Genuss der Schöpferkraft zu kommen, die sie selbst nicht sammeln können.

Stimmen:
Leider ja. Im Grunde genommen giert es die Götter genauso stark nach Schöpferkraft, wie den Daimon. Nur mit dem Unterschied, dass sie selbst nicht an diese Kraft gelangen können. Deshalb missbrauchen sie den Daimon als ihre persönliche ›Sammel-Biene‹.

Autorin:
Eine Tatsache, die den Hass des Daimons auf seine Sklavenhalter bei jedem weiteren Opfer steigert und seinen Willen stählt, den Olymp bis auf den letzten Gott niederzumetzeln. Dennoch hat er bisher keine Götter in den Tod getrieben. Warum nicht? Für ihn wäre es doch ein leichtes, einem Gott nach dem anderen eine tödliche Vision in den Kopf zu sprechen.

Stimmen:
Das schon. Allerdings könnte er nicht alle gleichzeitig unschädlich machen und würde sein frevelhaftes Aufbegehren recht schnell mit dem Tod bezahlen. Auch wenn er wertvoll für die Götter ist, weil er ihnen bringt, was sie begehren, würden sie nicht tatenlos zusehen, wie er ihre ganze Gattung ausrottet.

Autorin:
Deshalb will er sich ja diese Armee erschaffen, mit deren Hilfe er die Götterwelt komplett überrennen kann. Wenn alle gleichzeitig sterben, kann keiner mehr Rache an ihm nehmen. Dass ein Jahr viel zu kurz ist, um so viel Schöpferkraft ansammeln zu können, damit es reicht, um eine ganze Armee aus dem Boden zu stampfen, merkte er zwar irgendwann, doch bis zu diesem Zeitpunkt hatten die Götter den Druck auf ihn schon derart erhöht, dass er gegen seinen eigenen Willen weiter morden musste.
Hat er eigentlich nie versucht, herauszufinden, wer die Daimonen zu diesen Opfern zwingt? Vermutlich wäre das ein einfacherer Weg, sich aus der Qual der Opfer zu befreien, als der stets scheiternde Versuch, sich eine Armee zu erschaffen.

Stimmen:
Natürlich hat er danach geforscht und so ziemlich alles unternommen, um die Identität seiner Sklavenhalter herauszubekommen. Dabei nahm er auch in Kauf, dass einige seiner Artgenossen bei seinen Experimenten starben. Dennoch kam er nicht weiter, als eben zu der Erkenntnis, dass sich der unbekannte Gott bedeckt hält.

Autorin:
Dann hegt er also noch immer keinen Verdacht, in welche Richtung er suchen muss?

Stimmen:
Nein und er wird es wohl auch nie herausfinden. Seine Sklavenhalter besitzen durchaus die Macht zu verhindern, dass seine Forschungen von Erfolg gekrönt sind.

Autorin:
Es sei denn, er bekommt Hilfe von außen.

Stimmen:
Die wird er wohl kaum bekommen. Wer sollte sich auch dazu berufen fühlen, seine Interessen zu vertreten? Dolos schlägt gewaltig aus der Art und besitzt gewiss keine Sympathien unter den Reihen der Götter.

Autorin:
Fürsprecher finden auch die anderen Daimonen nicht, die ihrer Bestimmung treu geblieben sind und als Vermittler zwischen Göttern und Menschen agieren. Gerade diese Funktion sorgt ja dafür, dass sie unter den Göttern nicht gern gesehen sind.

Stimmen:
Natürlich nicht. Oft genug durchkreuzen die Daimonen die Pläne der Herrschenden. Sie schützen die ihnen anvertrauten Menschen vor der Willkür der Götter und fungieren als Schutzengel. Hierbei kommt ihnen ihre enorme Geschwindigkeit zugute.

Autorin:
Aufgrund seiner Fähigkeit Gedanken zu lesen und zu verändern, könnte Dolos noch viel effektiver für das Wohl der Menschheit kämpfen, als seine Brüder. Doch leider sucht er stets nur das Verderben der Menschen. Ist dies der Grund dafür, dass er keine Freunde hat?

Stimmen:
Nein, in seiner Gleichgültigkeit gegenüber den Menschen unterscheidet er sich kaum von den Göttern, kein Grund also, ihn abzulehnen. Das mangelnde Interesse der Götter an ihm liegt wohl eher daran, dass er zur verachteten Gattung der Daimonen gehört. Allerdings wäre es Dolos ein Leichtes, sich ›Freunde‹ zu manipulieren, seine Stimme ist unwiderstehlich. Er legt aber gar keinen Wert darauf, Freunde oder Verbündete zu finden. Ganz im Gegenteil, er ist ein absoluter Einzelgänger.

Autorin:
Macht ihn das nicht auch angreifbar? Ich meine, so ohne jemanden, der ihm den Rücken freihält?

Stimmen:
Dolos benötigt keine Verbündete. Wer vom Schicksal mit so vielen außergewöhnlichen Gaben gesegnet ist, würde sich durch einen Partner nur in seiner Beweglichkeit einschränken fühlen.

Autorin:
Das erweckt den Eindruck, als sei Dolos ein undurchschaulicher Mann, der seine Geheimnisse eisern hütet.

Stimmen:
Das ist er auch. Niemand kennt ihn wirklich.

Autorin:
Niemand? Nicht einmal Ate, die Göttin der Verblendung, die so schwer hinter ihm her ist?

Stimmen:
Nun, die weiß vermutlich noch am meisten von ihm, aber auch sie durchschaut den Daimon nicht vollständig. Er lässt sich von niemandem in die Karten schauen.

Autorin:
Ein Freigeist also. Gibt es in seinem Leben dennoch irgendwelche Prinzipien, denen er sich unterwirft?

Stimmen:
Ja, allerdings nur ein Einziges, doch dem fühlt er sich stark verpflichtet. Nach seinen eigenen Gesetzen lässt er eine erwiesene Wohltat niemals unerwidert. Egal, ob ihm wissentlich oder unwissentlich Gutes getan wird, er achtet darauf, dass er es mit Gleichem vergilt. Von diesem Prinzip nimmt er auch seine erklärten Feinde nicht aus.

Autorin:
Ein Mann mit Prinzipien also, sehr sympathisch. Ich vermute mal, dann fällt es Dolos im Gegensatz zu Aletheia nichtsonderlich schwer, zu verzeihen?

Stimmen:
Im Vergleich zu ihr sicher nicht. Doch auch er vergisst nicht und verschenkt seine Vergebung keinesfalls billig, die muss man sich erst bitter verdienen.

Autorin:
Wie geht der Daimon mit Kritik um?

Stimmen:
Kritik? Wer sollte ihn kritisieren? Niemand erwartet etwas Gutes von ihm.

Autorin:
Dann ist es ihm also egal, dass ihn alle für eine Ausgeburt der Hölle halten?

Stimmen:
Natürlich, er gibt nichts auf die Meinung der anderen, zumal er mit sich selbst höchst zufrieden ist. Tatsächlich hat er noch nie das Bedürfnis verspürt, irgendetwas an seinem Charakter ändern zu wollen.

Autorin:
Kann es sein, dass der Daimon zur Selbstüberschätzung neigt?

Stimmen:
Nein, seine Einschätzung von sich selbst ist stets sehr realistisch. Er liebt es, andere zu täuschen, unterliegt aber niemals der Versuchung, sich selbst zu täuschen.

Autorin:
Fällt es dem Daimon leicht, um Hilfe zu bitten?

Stimmen:
Dolos bittet nie um Hilfe. Wenn er die Fähigkeiten seines Gegenübers braucht, manipuliert er es, damit es tut, was er will. Warum sollte er da erst lange bitten?

Autorin:
Dann gibt es tatsächlich keine Götter, die mächtiger wären, als er?

Stimmen:
Doch, die gibt es. Allerdings kam er bisher nie in die Verlegenheit, einen solchen um Hilfe bitten zu müssen. An welche Grenzen sollte auch jemand stoßen, der sich selbst vor den Augen der Götter der ersten Generation verbergen kann?

Autorin:
Man munkelt, Dolos sei ohne Gestalt geboren worden.

Stimmen:
Das ist auf jeden Fall ein Gerücht. Der Daimon besitzt durchaus eine Gestalt. Die hat er allerdings bisher noch niemandem gezeigt, da ihn dies einem Großteil seiner Macht berauben würde.

Autorin:
Inwiefern?

Stimmen
Nun, wer ihn einmal in seiner wahren Gestalt gesehen hat, kann künftig nicht mehr über seine Identität hinweggetäuscht werden. Er wird den Daimon immer wieder erkennen, egal, in welcher Gestalt er sich ihm auch präsentieren wollte.

Autorin:
Das klingt so ähnlich wie bei Rumpelstilzchen, über das derjenige Macht erlangt, der seinen Namen kennt. Da aber niemand in die zweite Dimension eindringen kann, wird es wohl auch nie jemanden gelingen, einen Blick auf Dolos’ wahre Gestalt zu erhaschen.

Stimmen:
Die Dimension hat nichts mit Dolos’ wahrer Gestalt zu tun, er kann in beiden Dimensionen jede beliebige Gestalt annehmen, seine eigene genauso leicht wie jede andere.

Autorin:
Müssen wir dann davon ausgehen, dass Dolos nahezu unbesiegbar ist?

Stimmen:
Nein, er ist extrem mächtig, doch unbesiegbar ist er nicht. Sein starkes Begehren nach Zahurs Schöpferkraft macht ihn ein Stück weit berechenbar. Das hat Prometheus dann ja auch gnadenlos gegen den Daimon eingesetzt und den Angriff abgewehrt, den Dolos auf ihn gestartet hat. Darüber hinaus scheint der Daimon allerdings tatsächlich keine weiteren Schwächen zu besitzen.

Autorin:
Demnach zeigt sich Dolos uns als Getriebener, der als ruheloser Geist über die Erde wandelt, immer auf der Jagd nach Schöpferkraft. Deshalb hat er auch versucht, Prometheus, dem Hüter der Schöpferkraft, den Zugang zu Zahurs Schöpferkraft zu rauben. Ein Unterfangen, das glücklicherweise fehlgeschlagen ist. Welchen Rat würdet ihr dem Daimon denn zum Schluss des heutigen Interviews noch mit auf den Weg geben?

Stimmen:
Keinen! Ein Ratschlag setzte voraus, dass wir das Wohl des Daimons beabsichtigten, doch das tun wir nicht.

Autorin:
Ein Interessenkonflikt, ich verstehe. Aufmerksamen Lesern von »Die Göttin und der Daimon« wird nicht entgangen sein, wessen Interesse sich die wispernden Stimmen auf Ihre Fahne geschrieben haben. So spare ich mir weitere Ausführungen zu dieser Antwort und sage stattdessen vielen Dank für das Interview, liebe Stimmen. Ich freue mich schon auf das nächste Treffen, in dem es um Prometheus gehen soll.

Stimmen:
Gern geschehen, wir freuen uns auch auf das Gespräch über den klugen Titanen. Er besitzt unser ganzes Wohlwollen.

Menü schließen